Teil eines Werkes 
6. bis 9. Bändchen (Schluß.) (1846)
Entstehung
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In Deutſchland dinirt man um ein Uhr, oder wenn man faſhionable bis zum Ertrem ſeyn will, um zwei. Wie ſoll nun die Zwiſchenzeit bis zum Abend ausgefüllt werden? Kaffe und Rauchen mögen etwas helfen, können aber nur für einen Deutſchen ſechs ſter⸗ benslange Stunden ausfüllen. An Leſen iſt nach einem ſolchen Diner nicht zu denken Reiten würde uns einen Schlagfluß zuziehen Schlaf bleibt unſere ein⸗ zige Zuflucht. Der Schlaf,der den Menſchen in eine Decke hüllt, wie der ehrliche Sancho ſagt, und für⸗ wahr, zu etwas anderm iſt man wenig aufgelegt; ich beſtellte mir daher Feder und Dinte auf mein Zimmer, als ob ich verſchiedene Briefe zu ſchreiben hätte, ſchloß die Thüre und fünf Minuten ſpäter meine Augen, und erwachte nicht eher, als bis die Glocke ſechs ſchlug.

Letztes Kapitel. Der Herr Direktor Klug.

Wo iſt der Weg nach dem Theater? fragte ich einen Schlingel, der unter dem Thore des Gaſthofes ſtand, in jener zunftmäßigen Bedientenhaltung, die den Pflaſtertretern in allen Städten ſo eigenthümlich iſt, denn ein Pferd halten und eine Glocke läuten zu können, ſind immerhin Vorzüge, ſo gering auch Manche ſie ſchätzen mögen.

Nach dem Theater? wiederholte er, indem er mich behaglich von Kopf bis zu Fuß maß, ohne ſich vom Platze zu bewegen.

Ja, ſprach ich,man ſagte mir, es ſey eines hier und man ſpiele heute Nacht.

Möglich, antwortete er mit einem Achſelzucken und rauchte ſeine kurze Pfeife ſo gleichgültig wie zuvor.

So komm und zeige mir den Weg, ſagte ich, indem ich einige Kreuzer herausnahm,ſtecke Deine Pfeife zehn Minuten lang ein und führe mich hin.