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ſo feſſelte, daß nicht einmal der ſräͤtere Einfall der Franzoſen in ſein Reich, nech das Unglück von Mes⸗ kau jenen Eindruck verwiſchen konnte. Der Czar war der einzige unter ſeinen Feinden, der im Jahr 1814 mit ihm unterhandeln wollte, und als ſich keine andere Stimme zu ſeinen Gunſten erhob, ſo hörte man die Stimme Alexanders, der an ihre alte Freundſchaft erinnerte und an jene Zeit, wo ſie gleich zwei Brüdern geweſen waren. Erfurt war der Schauplatz ihrer erſten Freundſchaft. Es leben noch manche, die Napoleon Arm in Arm mit Alexander herumwandeln ſahen, und die Aufmerkſamkeit des bezauberten Czaren beobachteten, wie er den feurigen Worten und der raſchen Beredſam⸗ keit Bonapartes lauſchte, der mit genialer Politik ſich vollſtändig dem jungen Kaiſer weihte, und beſchloſſen hatte, ihn für ſich zu gewinnen. Sie trennten ſich nie, weder zu Pferd noch zu Fuß. Sie ſpeisten zuſammen und gingen jeden Abend mit einander in's Thrater; auch hatte dieſe ſchmeichelbafte Bevorzugung womit Napo⸗ leon ſo augenfällig paradirte, ihre vollſtändige Wirkung auf die glühende Einbildungskraft und auf das ritter⸗ liche Herz des jungen Czaren.
Feſte, Revuen, Gala⸗Geſellſchaften und Conzerte drängten einander in ſchneller Folge. Die Truppe des Theater Français wurde eigens von Paris reſc ickt; ebenſo kam das Ballet der großen Oper und man unter⸗ ließ nichts was dem Czar Vergnügen machen und den Wunſch ſeines Wirthes— denn dieß war Napoleon— ihn ehrenvoll zu empfangen, bezeugen konnte.
Damals ahnte Napoleon wenig, daß der offenher⸗ zige Jüngling, der an jedem Worte hing, das er ſprach, eines Tages der hartnäckigſte aller ſeiner Feinde werden würde; und doch dauerte es nicht lange, daß er in giftiger Erbitterung über ſeine Täuſchung, als die rohe Energie des Moskowiten der Stärke ſeiner Armeen einen unzähmbaren Trotz zeigte, und gegen die von ihm
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