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„So Gott will beſuche ich morgen Alles; gerade deswegen bin ich ja hergekommen.“ Der Himmel ver⸗ zeihe mir die Lüge, ich fiel faſt in Ohnmacht.
„Sei es denn ſo,“ ſprach er,„wir müſſen jetzt wieder zurückgehen, wir ſind beträchtlich weit von un⸗ ſerm Wege abgekommeu!“
Mit einem ſchweren Seufzer kehrte ich um, und wenn ich Vauban und Carnot nicht zu allen Teufeln wünſchte, ſo geſchah es, weil ich ein guter Chriſt und von verſöhnlichſtem Gemüthe bin.
„Da find wir nun— hier iſt der Kaiſer,“ ſagte er, als wir nach einem halbſtündigen ſcharfen Gang innerhalb eines ungeheuren, von einer großen altmo⸗ diſchen Laterne trüb erleuchteten Thorwegs ſtanden.
n„.Haben ſie nicht geſagt, ſie bleiben einige Tage hier?“
„Ja, vierzehn Tage, oder wenigſtens eine Woche.“
„Nun wenn Sie mir erlauben, ſo wird es mir großes Vergnügen machen, Sie morgen und übermorgen durch die Feſtung zu führen. Um alles zu ſehen, brau⸗ chen Sie wenigſtens zwei Tage, und auch ſo werden Sie die Zeughäuſer und die Kugel⸗Batterien weglaſſen müſſen.“ 1
Ich drückte meinen verbindlichſten Dank aus, im Innern aber gelobte ich, auch wenn ich mich in den dicken Mörſer flüchten müßte, am folgenden Morgen von meinem Freunde mich nicht fangen zu laſſen.
„Gute Nacht alſo,“ ſagte er mit höflicher Ver⸗ beugung.„Bis morgen.“—„Bis morgen,“ wieder⸗ holte ich und, ging in den Kaiſer.
Der römiſche Kaiſer war einſt ein großer Platz; aber ach! jetzt iſt ſeine„Diana gefallen!“ Es war eine Zeit, wo zwei Kaiſer unter ſeinem Dache ſchliefen, und ſich die Geſandten von Königen innerhalb ſeiner Wälle verſammelten. Hier war es, wo Napoleon jene wunderbare Zaubermacht ausübte, die er über alle andern Menſchen beſaß, und woer die Seele des Kaiſers Alexander


