Teil eines Werkes 
6. bis 9. Bändchen (Schluß.) (1846)
Entstehung
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anerbotenen Unterhandlungen taub blieb, die Worte ſprach:Kratzt dem Ruſſen ſein bischen Firniß ab ſo kommt der Tartar zum Vorſchein.

Alerander war in der That der würdige Enkel Katharina's, und ob er gleich ein Gefühl perſönlicher Achtung für Napoleon in allen Wechſeln des Schick⸗ ſals ſpäterhin beibehielt, ſo iſt es nicht minder wahr, daß die Verſtellung des Ruſſen den Korſen hintergangen, und daß, während Napoleon ihn für ſeinen innigſten Freund hielt, die Zweideutigkeit des Moskowiten ihn überliſtet hatte. Mit Bezug auf jene Unterredung und auf das dabei ansgetauſchte Verſprechen der Freund⸗ ſchaft nannte ihn Napoleon in einem ſeiner ſchneidenden Ausdrückefalſch wie einen Byzantiner.

Nichts ſtörte das Glück der Zuſammenkunft in Er⸗ furt. Es war ein fröhliches, glänzendes Feſt, wo mit⸗ ten unter den Wonnen und Freuden des Luxus zwei groſſe Herrſcher die Welt nach ihrer Willfür theilten. Es war Konſtantin und Karl der Große, von denen jener das Morgenland, dieſer das Abendland nahm. Der traurige, gramgebeugte König von Preuſſen kam nicht dahin wie nach Tilſit; ebenſo wenig die ſchöne Königin dieſes unglücklichen Reiches, deren Schönheit und Mißge⸗ ſchick das Mitleid des Siegers wohl verdient hätte.

Nie zeigte ſich der Charakter Napoleons weniger lie⸗ benswürdig, als in ſeinem Benehmen gegen die Köni⸗ gin von Preuſſen. Wenn ihre Stellung und ihre per⸗ ſönlichen Reize keinen Einfluß auf ihn hatten, ſo hätte doch die Anhänglichkeit der ganzen Nation an ihre Per⸗ ſon ihn rühren ſollen. Es lag etwas unmännliches in der Grauſamkeit, womit er auf ihre Bitten zu Gunſten ihres Landes mit läppiſchen Anſpielungen auf die neueſte Pariſer⸗Mode und auf die Koſtüme des Boulevard ant⸗ wortete; und als ſie aus ſeiner Hand die Moosroſe an⸗ nahm, und mit zitternder Stimme die Worte ſprach: Sire, an moins avec Magdebourg ſo hätte ih⸗ pe Bitte auf anſtändigere Art abgewieſen werden kön⸗