Teil eines Werkes 
6. bis 9. Bändchen (Schluß.) (1846)
Entstehung
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ſehen, als den äußern Hof des Schloſſes, und denVer⸗ räther⸗Graben.

So, ſo; Sie kennen ſchon alles, wie ich ſehe, ſagte er ſchmunzelnd.Sind Sie nicht zu müde für einen ſo weiten Spaziergang?

Haben wir Zeit genug? fragte Laura:Das iſt die Frage.

Zeit im Ueberfluß. Jocot kann höchſtens in einer Stunde hier ſeyn, und wenn Sie mir erlauben, ſo will ich, bevor wir gehen, alle nöthigen Anordnungen treffen, ſo daß Sie bei Ihrer Rückkehr keine zehn Minuten auf⸗ gehalten werden.

Während Laura nach ihrem Hute ſuchte, ſtattete ich dem gefälligen Vater für alle ſeine Gutmüthigkeit nochmals meinen Dank ab, und ſagte ihm, wie ſehr ich mich nach einer Gelegenheit zur Wiedervergeltung ſehne.

Seyen Sie glücklich, ſagte der gute Mann, zaͤrt⸗ lich meine Hand drückend;damit können Sie mir am Beſten lohnen.

Es würde nicht ſchwer ſeyn, dieſen Wunſch in Ihrer Geſellſchaft zu erfüllen, Pére Joſé, verſetzte ich, von dem herzlichen Weſen des alten Mannes über⸗ wältigt.

Ich habe wirklich ſchon viele glücklich gemacht, ſagte er.Die fünf und dreißig Jahre, die ich in Bou⸗ vigne zugebracht, ſind nicht ohne Früchte geblieben.

Jetzt kam Laura wieder und wir ſchlugen zuſammen den Weg nach dem Schloſſe ein. Der Prieſter erzählte unterwegs fortwährend von den merkwürdigen Zügen des Ortes, von den Ueberbleibſeln ſeiner alten Größe und von der maleriſchen Schönheit ſeiner Lage.

Als wir den ſteilen Pfad hinaufſtiegen, der in den feſten Felſen gehauen nach dem Schloſſe führt, ſammel⸗ ten ſich Gruppen von hübſchen Kindern um uns, boten uns Sträuße dar und ſtreuten uns ſogar Blumen auf den Pfad. Dieſer einfache Akt ländlicher Höflichkeit

machte auf uns beide einen ſtarken Eindruck, und wir