Teil eines Werkes 
6. bis 9. Bändchen (Schluß.) (1846)
Entstehung
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konnten uns einer Rührung über die Anmuth und Deli⸗ kateſſe der Kleinen, die davon trippelten, ehe wir ſie belohnen konnten, nicht erwehren; auch konnte ich nicht unterlaſſen, Laura auf das vollkommene Einverſtändniß aufmerkſam zu machen, das zwiſchen Pere Joſé und ſeinen Pfarr⸗Kindern zu beſtehen ſchien auf die väter⸗ liche Zärtlichkeit von der einen Seite und die kindliche Verehrung von der andern. Während dieſer Unterhal⸗ tung kamen wir in's Angeſicht eines großen, gewölbten Thorwegs in einem Zwiſchenwall, der zwei maſſive Fels⸗ blöcke mit einander verband. Davor lag ein tiefer Graben, durchſchnitten von einem ſchmalen Damme, der kaum für eine einzige Perſon breit genug war. Unter uns verbarg Schilf und Epheu den dunkeln Abgrund, der volle achtzig Fuß tief war.

Sehen Sie jetzt auf, ſagte Laura,Sie müſſen die Züge dieſer Stelle im Gedächtniß behalten, um die Geſchichte zu verſtehen. Vergeſſen Sie nicht, wo dieſer Balken hervorragt merken Sie wohl?

Vom Thurm aus wird er ihn beſſer ſehen können, ſagte der Pore.Soll ich Ihnen hinüberhelfen?

Laura jedoch betrat ohne alle Hülfe den ſchmalen Pfad und eilte die ſteilen, vom Zahn der Zeit benagten Treppen des alten Thurmes hinan. Als wir auf die Zinnen hinauf kamen, blieben wir einen Augenblick ſtehen, überwältigt von dem Glanz der Ausſicht. Eine meilen⸗ weite reiche Landſchaft lag unter uns, in den rothen, braunen und goldnen Farben des Herbſtes ſchimmernd, in jener prächtigen Livree, die das Jahr anzieht, ehe es den traurig gefärbten Mantel des Winters um⸗ legt. Auch der große Wald war da und dort mit jenem Lichtbraun, dem Vorläufer einer ſtrengern Jahreszeit, gefärbt, während der Fluß jede Tinte in ſeinem ruhigen Gewäſſer widerſpiegelte, als ob auch er mit den ihn ringsumgebenden Wechſeln ſympathiſiren wellte.

Während der Pare fortfuhr, in der weiten Ebene jeden merkwurdigen Platz anzudeuten und in ſeine Be⸗