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„Alſo hat Ihnen der Herr unſere Lage auseinander geſetzt,“ ſagte Laura, halb erröthend über das alberne Abenteuer.
„Alles, meine theure junge Dame, Alles. Machen Sie ſich indeſſen keinen Kummer darüber. Es vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht ſeltſamere Geſchichten höre.“
„Verſuchen Sie dieſen Haut⸗Brion, Vater,“ ſagte ich, indem ich der Unterhaltung eine andere Wendung geben wollte, da ich Laura in Verlegenheit ſah,„und ſagen Sie mir Ihre Meinung darüber. Nach meinem Geſchmack iſt er vortrefflich.“
„Und Ihr Geſchmack iſt in mehr als dieſer Hinſicht tadellos,“ ſagte der Pere mit einem bedeutungsvollen Blicke, der zum Glücke von dem Fräulein nicht bemerkt wurde.
Daß ihn der Blitz, ſagte ich bei mir ſelbſt, ich muß einen andern Weg verſuchen.„Pere Jeſé, wir haben, als wir dieſen maleriſchen Fluß entlang kamen, das Schloß Bouvigne bemerkt— das muß zu ſeiner Zeit ein hübſches Ding geweſen ſeyn.“
g„Sie kennen vermuthlich die Geſchichte?“ fragte der dre.
.„Mademoiſelle hat ſie mir unterwegs erzählt, und
in der That, ich bin höchſt geſpannt auf den Ausgang.“
„Der war traurig,“ ſagte er langſam.„Ich werde Ihnen den Ort zeigen, wo Heinrich fiel— den Stein, der die Stelle bezeichnet.“
„O Pere Joſé,“ ſagte Laura,„ich muß Sie un⸗ terbrechen— in der That, das muß ich— fonſt kommt meine Erzählung um ihr ganzes Intereſſe. Sie ver⸗ geſſen, daß der Herr dieſe Geſchichte noch nicht bis zu Ende gehört hat.“
„Ah! ma foi, ich bitte um Verzeihung— tauſend⸗ mal um Verzeihung: Mademoiſelle kennt alſo Bouvigne?“
„Ich bin ſchon früher einmal hier geweſen, aber nur ein Stück von einem Morgen. Ich habe nichts ge⸗


