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„Dieß dachte ich auch,“ lautete die gewichtige⸗ Antwort.
Ohne mir den Kopf darüber zu zerbrechen, warum er dieß gedacht habe, bat ich, dem Pfarrer zu melden, daß ein Herr in der Herberge ihn einige Minuten zu ſprechen wuͤnſche. tin
„Wahrſcheinlich den Père Joſé?“ fragte der Wirth bedeutungsvoll. 9
„Ganz gut,“ erwiederte ich,„Joſé oder Pierre, es gilt mir gleichviel.“
„Er wartet ſchon eine halbe Stunde hier,“ ſprach der Wirth, indem er mit ſeinem Daumen auf einen kleinen Salon neben der Küche deutete.
„Wirllich?“ rief ich,„welch' eine höfliche Aufmerk⸗ ſamkeit; ich bin wirklich ſehr dankbar.“
Damit öffnete ich, ohne noch einen Augenblick zu verlieren, die Thüre, und trat ein.
Der Pore Joſé war ein kurzer, röthlicher, ſchlau ausſehender Mann von ungefähr fünfzig Jahren, ge⸗ kleidet in die Amtstracht eines flämiſchen Prieſters, die durch Zeit und Gebrauch viel von ihrer urſprüng⸗ lichen Friſche verloren hatte. Er hatte kaum Zeit, eine ungeheure Serviette abzunehmen, die er ſich, während er vor einem großen Gericht Gemüsſuppe ſeine Andacht verrichtete, um den Hals gebunden hatte, als ich ihm meine Verbeugung machte.
„Der Pore Joſé, wie ich glaube,“ ſagte ich, indem ich meinen Sitz ihm gegenüber nahm.
„Dieſer unwüͤrdige Prieſter!“ erwiederte er, indem er ſich den Mund abwiſchte und mit einem nicht ganz andächtigen Ausdruck ſeine Augen aufriß.
„Pore Joſé,“ fuhr ich fort,„eine junge Dame und ich ſelbſt, die wir ſo eben mit müden Pferden ange⸗ kommen ſind, bedürfen Ihres gütigen Beiſtandes.“ Er drückte mir ſanft die Hand, als wollte er mich verſichern, daß ich mich in meinem Manne nicht getäuſcht, und ich ſprach weiter:„Wir müſſen dieſen Abend noch nach


