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Abreiſe; und obgleich ich ſelbſt, um die Wahrheit zu ſagen, mich ganz leicht, im Nothfall für eine ganze Woche mit der Unſtattlichkeit des goldenen Vließes hätte ausſöhnen können, ſo wurde hingegen Laura jeden Au⸗ genblick ungeduldiger und ſie ſagte:
„ Sehen Sie, ob Sie irgend etwas von einem Wagen oder auch nur Pferde auftreiben; wir können reiten, wenn Sie uns nur Thiere verſchaffen.“
Als ich in die kleine Küche der Herberge trat, fand ich meinen Wirth behaglich auf einem geflochtenen Stuhl ausgeſtreckt, umgeben von einer kleinen Atmo⸗ ſphäre von Rauch, durch die ſein großes rundes Geſicht blickte, gleich dem Mond in den grotesken Kupferſtichen, die man in alten Buchſtabirbüchern ſieht. Weit entfernt, ſich irgend welche unnöthige Mühe wegen unſerer Ab⸗ reiſe zu geben, hatte er ſich nie über die Grenzen der Stube hinausgewagt, ſondern begnügte ſich mit einem heilſamen Monolog über die Unmöglichkeit, unſere Wünſche zu erfüllen und mit jenem großen flämiſchen Troſte, daß uns, wie ſehr wir auch anfangs toben möchten, am Ende die Zeit ſchon beruhigen werde.
Nach einer fruchtloſen Frage, was wohl anzufangen ſey, erkundigte ich mich, ob in der Nachbarſchaft keim Schloß ſey, wo man Pferde entlehnen könnte.
Er antwortete:„Nein, meilenweit in der Runde kein einziges.“
„Iſt kein Maire in dem Dorfe— wo iſt er 2“
„Ich bin der Maire,“ erwiederte er mit ſelbſtbe⸗ wußter Würde.
Ach! dachte ich, da mir der Beamte von Givet einfiel, warum dachte ich nicht daran, daß der Maire immer der dümmſte aus der ganzen Gemeinde iſt.
„Dann meine ich,“ ſagte ich nach kurzem Schwei⸗ gen,„es wäre am beſten wir beſuchten ſogleich den Pfarrer.“
Lever, O'Leary. II. 3


