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Darauf ließ fie ſich in eine umſtändliche Schilderung der Jagdgeſetze ein, worüber ich mehr als einmal in ſchallendes Gelächter ausbrach. Der Coder ſchien zu beſtimmen, daß kein Reiter, der den Hunden folgte, in Betreff des Platzes, den er auf der Jagd einnahm, dem Eigenſinn ſeines Pferdes oder der Kühnheit ſeines eige⸗ nen Ehrgeizes folgen ſollte. Es war keine momentane Ueberlegenheit der Geſchicklichkeit oder des Roſſes— keine Probe der Reitkunſt— kein Temperament, was dieſe gewichtige Frage entſchied. Nein, dieß wurde beim Beginn der Jagdzeit nach dauerhaftern, weit weniger ſchwankenden Grundſätzen feſtgeſtellt, wodurch als feſte Regel beſtimmt wurde, daß der Grand Maitre immer voraus reiten ſolle. Sein Pferd mochte ſchnell oder langſam gehen, ſein Platz war immer der erſte. Nach ihm kamen die Maitres, die in Scharlach gekleideten, die zu dieſem Koſtüm und zu dieſem Platze berechtigt waren, weil ſie einen doppelten Abonnementspreis be⸗ zahlt hatten; dagegen kamen die Aſpiranten in ihren grünen Gewändern zuletzt, weil ihr kleinerer Beitrag ihnen nur ſo viel von der Jagd zu ſehen erlaubte, als die reſpektvolle Ferne, in der ſie blieben, ihnen geſtattete; und ſo waren die bewunderungswürdigſten Vorſichts⸗ Maßregeln gegen jenes wilde Raſen getroffen, das bei unſern Jagden ſo gewöhnlich iſt. Da fand man keine verwegene Probe rückſichtsloſer Kühnheit— kein unge⸗ ſtümes Rennen, keine waghalſigen Reitkünſte; im Gegen⸗ theil, man ritt einen anſtändigen, ſtattlichen, kurzen Galopp, nicht hinter Hunden her, ſondern hinter einem paltlichen Herrn in einem rothen Rock, und mit einem ehernen Horn, der einen ruhigen Spazierritt machte, in dem ſüßen Wahne, er jage ein unbekanntes Thier.
Wehe dem Manne, der die in der Prozeſſion ihm gebührende Stellung vergaß; eben ſo gut hätte er vor dem Wirthe zum Diner gehen können, unter dem Vor⸗ wand, er ſey ein flinkerer Fußgänger. Außerdem gab es noch eine Menge untergeordneter Regeln ohne Ende


