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für die nächſte Generation übrig blieb. Die einzigen angenehmen Leute in jenen Zeiten waren, glaube ich, die Taſchenſpieler und die Pilger; ſie kamen in der Welt herum und vertraten die Stelle von Zeitungen— ſie verzeichneten die kleinen Ereigniſſe des Tages, Ge⸗ burten, Heiraten, Todesfälle u. ſ. w.— und müſſen an einem Winterabend ein großer Troſt geweſen ſeyn.
„Nun ſo geſchah es, daß die Gräfin, als ſie eines Abends wie gewöhnlich an ihrem Fenſter ſaß und die untergehende Sonne betrachtete, einen Pilger erblickte, der langſam den Weg herauf kam, auf ſeinen Stab geſtützt und äußerſt müde ſchien.——
„Aber ſehen Sie,“ rief Laura, da wir in dieſem Augenblick den Kamm einer ſanften Anhöhe erreichten; „dort iſt Bouvigne, ein hübſcher Anblick, auch jetzt noch.“
Wir hielten beide unſere Pferde an, um die Aus⸗ ſicht deſto beſſer zu genießen, und gewiß, ſie war ſehr groß. Hinter uns erſtreckte ſich meilenweit in jeder Rich⸗ tung der große Wald, durch den wir geritten waren; die alten Ardennen waren ſchon zu Cäſars Zeiten ein Wald geweſen; ihre engen Pfade hallten von dem Tritte römiſcher Legionen wieder. Vor uns lag eine reich an⸗ gebaute Ebene, die ſich wellenförmig und ſanft gegen die Maas hinabzog, deren Silberſtrom gleich einem Bande ſie umfloß; das jenſeitige Ufer war aus einer ſteilen, nackten Felswand von grauem Granit gebildet, in glänzenden Farben ſunkelnd, und drunten in dem ruhigen Strome doppelt wiederſcheinend. Auf einer der höchſten Klippen an einem Winkel des Fluſſes und den Strom nach oben und unten in beträchtlicher Strecke be⸗ herrſchend, ſtand Bouvigne; zwei große viereckige Thürme, über einer mit Zinnen verſehenen Mauer ſich erhebend, von Schießſcharten durchbrochen, ragten in den heitern Himmel empor; einer derſelben, höher als der andere, hatte oben ein Erkerthürmchen, aus deſſen Spitze ſeit⸗ wärts etwas gleich einem Balken hervorſtand.
„Sehen Sie jenes Stück Holz dort?“ fragte Laura.


