55—
gelegten Anziehungen, wie eine Zofe im abgetra⸗ genen Prunke ihrer Herrin.
Mit dem Zunehmen ihrer Glücksgüter forſchte ſie in der Vergangenheit nach einer Familie, ent⸗ deckte, ſie ſey von Geburt eine O Toole, folglich vom Iriſchen Königs⸗Geblüt; denn ein gewiſſer O Toole war König eines Namenloſen Landſtri⸗ ches in einem ungekannten Jahre, etwa um Crom⸗ wells Zeit, der, wie Madame Rooney gehört hatte, mit den Römern herüber kam.
War ſte durch Feres und Kummer erweicht, pflegte ſie dem Zuhörer vertraulich zu ſagen:„ja, mein Lieber, hätte jeglicher das ſeine, würde ich nicht an einen Anwalt verheirathet ſeyn, ſondern mit königlichem Prunke in der Halle meiner Vor⸗ väter leben. Nun, nun.“ Mit einer Miſchung von Schmerz und Vertrauen in den Himmel ſchlug ſie ihre Augen empor, um auszudrücken, daß wenn ſie das ihr in dieſer Welt gebührende nicht habe, Oliver Cromwell mindeſtens in jener Welt ſeine Unthaten am königlichen Hauſe O'Toole abbüße.
Miß Louiſe Bellew war die Tochter eines Iriſchen Baronet, der ſeines Verderbens Schluß⸗ ſtein durch rechtſchaffenen Widerſtand gegen das Durchgehen der Union einſezte. Seine mit Schul⸗ den und Pfandverſchreibungen belaſteten großen


