Güter waren ſeit einem halben Jahrhundert die Schlachtfelder geſezlicher Kämpfe aller Aſſiſen. Durch ſeine Verlegenheit war er mit Herrn Roo⸗ ney bekannt geworden, deſſen Liſt und Geſchmei⸗ digkeit ihm aus mehr als einer Schwierigkeit ge⸗ holfen und deſſen gutmüthige Aushülfe noch viel wichtigere Dienſte durch Darlehn auf des Baro⸗ nets Eigenthum geleiſtet hatte.
Miß Bellew ward eingeladen ihren Winter in Dublin zu verbringen. In den glücklicheren Tagen des Baronets würde dieſer Vorſchlag wahr⸗ ſcheinlich nie gemacht, ganz gewiß nicht angenom⸗ men worden ſeyn, jezt wurde er in Ueberlegung gezogen und ſchließlich aus Beweggründen der Klugheit bewilligt. Rooney hatte große Summen dargeliehen, war nie drängender, im Gegentheil ſtets nachſichtiger Gläubiger; obwohl er große Gewalt über das Eigenthum beſaß, hatte er ſie nur
einer Gelegenheit nicht nur als einſichtiger Rath⸗ geber, ſondern als warmer Freund bewährt. „Wahr iſt's,“ dachte Sir Simon,„ſie ſind ge⸗ meine Leute, rohen Geſchmackes und niedrer Ge⸗ wohnheiten, die mit ihnen umgehen, verlachen ſie nur, obwohl ſie auf ihre Unkoſten zehren; aber bei dem allen mag die Verweigerung dieſer Ein⸗ ladung übel aufgenommen werden; wenige Mo⸗
ſelten und ſehr zart ausgeübt, ſich bei mehr als


