Teil eines Werkes 
Bändchen 12-15 (1852)
Entstehung
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Der kleine Kerl, pflegte er zu ſagen,war immer bei uns; wir behandelten ihn wie ein Familienglied, und nun ſieh ihn an.

Ein anderes Mal ſagte er:

Du haſt es ſelbſt geſehen, Nelly, Du ſelbſt haſt geſehen, wie er vor einigen Tagen Thränen vergoß, als Du von der Fürſtin ſpracheſt. War das Mißgunſt, oder nicht? ſag' mir doch das! Er konnte vor Zorn nicht reden, als Du ihm ſagteſt, daß Frank nun Officier ſei.

Ach, wie ſehr verkennen Sle dieſe Zeichen der Rüh⸗ rung, theuerſter Vater!

Natuͤrlich, natͤrlich! Ich weiß Nichts, ich bin zu alt, ich faſele. Meine Tochter Nelly verſteht die Welt, und kann mich unterweiſen.

Wollte Gott, ich wüßte ſogar noch weniger davon; wollte Gott, ich könnte wieder ſo unwiſſend ſein, wie in den Toen, wo unſere ganze Welt innerhalb dieſer Wände ag 44

Und daß Du wieder Bilder ſchnitzen könnteſt, nicht wahr? ſagte er verächtlich.Warum gelüſtet es Dich nicht nach dem? Es war ein gar nettes Geſchäft für eine junge Dame von Deinem Namen und Deiner Familie! Wohlan! Wenn Etwas mich raſend macht, ſo iſt es der Gedanke, daß die verwünſchten Figuren in der ganzen Welt verbreitet ſind, und daß man nicht weiß, wenn ſie gegen Dich aufſtehen!

Aber, Vater, Sie nahmen ja einſt ein eben ſo leb⸗ haftes Intereſſe daran, wie ich ſelbſt? ſagte ſie traurig lächelnd.

Dann beweist dieß nur, wie ſehr die Armuth den Geiſt eines Mannes darniederdrücken kann!

Aehnliche Eroͤrterungen fanden in jeder Woche ein Paar Mal Statt, und es bekräftigten dieſelben Dalton nur noch in der Abneigung, womit er jetzt das Haus des armen Hanſerl bewohnte. Endlich ſah Nelly ſelbſt ein, daß aller Widerſtand hoffnungslos und vergeblich ſei.