„Hoͤren Sie einmal,— es iſt das, wenn man bezah⸗ len ſoll, und doch kein Geld hat!“
Die ernſte Feierlichkeit dieſes Ausſpruchs ſchien die Sache für Mrs. Nicketts nicht im Mindeſten verſtändli⸗ cher zu machen, denn dieſe Dame ſah unzweifelhaft wie der wahre Typus des Erſtaunens aus.
„Das iſt es,— das iſt es,“ fuhr Dalton fort; „wenn man zahlen ſoll, und doch kein Geld hat!l Das iſt der Ruin Irlands; und wer kann das beſſer wiſſen, als ich,— wie ich Ihnen bereits geſagt? Denn ſehen Sie, wenn man Geld ſchuldig iſt, und man keines hat, ſo muß man ſich ſolches auf irgend eine Weiſe zu verſchaffen ſu⸗ chen. Sie wiſſen, was das ſagen will? Und wenn Sie es nicht wiſſen, ſo will ich es Ihnen ſagen. Es heißt, Pfandſcheine und Obligationen ausſtellen; es heißt, über⸗ triebene Pachtzinſe verlangen und alte Pächter verjagen; es heißt, eine elegante Haushaltung aufgeben; es heißt, die Pferde bei Dycer verkaufen; es heißt, ganz und gar zum Teufel gehen,— und zwar nicht allein, ſondern mit Allen, die Einem angehören. Es gehen zum Teufel die Gewerbsleute, mit denen man zu ſchaffen gehabt;— es geht zum Teufel der ländliche Kaufladen, wo man Alles kaufte; es geht zum Teufel der Zehnte;— es gehen zum Teufel die Stolgebühren der Geiſtlichkeit,— es bleibt ihnen auch nicht ein Farthing.“
„Aber Sie werden doch nicht damit ſagen wollen, daß die Leute ihre Schu— u— ulden nicht bezahlen ſollen?“ ſchrie Purvis.
„Alles hat ſeine Zeit,“ antwortete Dalton.„Das Raſiren iſt etwas mächtig Nützliches; aber hoffentlich werden Sie doch nicht von einem Manne verlangen, er ſolle bei Nacht aus ſeinem warmen Bette heraus, um ſich
den Bart abzunehmen, oder abnehmen zu laſſen? Ich
meines Theils ſperrte das Geld nie ein;— auch mein ſchlimmſter Feind kann ſo Etwas nicht von mir ſagen. Man gebe es aus, man verzehre es, ohne zu knickern


