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Empörung, und es ſtiegen jetzt Zweiſel in ihm auf über d'Esmonde's Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit. Zwar waren viele Prieſter für die wildeſten Theorien der Demokratie eingenommen;— es waren dieſelben Männer von mehr denn gewöhnlicher Capacität, mit weit weniger als dem gewoͤhnlichen Maße weltlicher Vortheile. d'Esmonde aber gehörte nicht zu dieſen; es gab keine Grenze für ſeinen rechtmäßigen Ehrgeiz,— keine Kirchenwürde, nach der er nicht hätte trachten dürfen. Welche Vortheile konnte er alſo aus einer großen politiſchen Erſchütterung ziehen? „Er wird der Papſtwürde darum nicht näher ſein, wenn die Kanonen den Vatican zuſammendonnern!“
Solcher Art waren die Erwägungen, die ſeinen Geiſt beſchäftigten, während er nach dem Boothauſe ging,— und Norwood vermochte die Zweifel, die in ihm aufgeſtie⸗ gen waren, nicht zu löſen.
Auf der Thürſchwelle ſaß eine Geſtalt, die den Kopf zwiſchen den Händen begraben hatte; als ſie aber die Andern herankommen hoͤrte, erhob ſie ſich geſchwind, und richtete ſich auf. 3
„Sie kommen zu ſpät, mein Herr!“ ſagte die Ge⸗ ſtalt ernſt, zum Prieſter gewandt;„mein armer Kamerad iſt nicht mehr!“
„Da haben wir es! Und ſie haben mir keine Ruhe gelaſſen, bis ich in die kalte Nachtluft hinausging,“ ächzte der Canonico.
Die Grauſamkeit, über die er ſich beklagte, mußte ihm wirklich ſchwer auf dem Herzen liegen.
Frank wandte ſich weg, und trat, ohne ein Wort zu ſprechen, wieder in das Haus, während Norwood ihm ſchweigend folgte.
Auf einem niederen Feldbette lag der todte Soldat; ſein männliches Geſicht war ſo ruhig, wie das kalte Herz in ſeiner Bruſt.
Ein alter, bronzefarbener Soldat ſaß zu den Füßen des Bettes; Thränen floſſen ihm langſam über die Wan⸗


