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nur zu erinnern; und wenn ſein Bild bisweilen vor ihrer Phantaſie aufſtieg, bedeckte eine brennende Röthe ihre Wange, wäͤhrend ein Gefühl der Scham ein heimliches Pochen ihres Herzens zur Folge hatte.
ee Pläne und Projekte für ihr zukünftiges Leben hoͤrte ſie ohne Intereſſe an; ein vager und verworrener Eindruck, daß ſie eine lange Reiſe unternehme, daß ſie da und dort anhalten müſſe, um gewiſſen großen und ausgezeichneten Perſonen vorgeſtellt zu werden,— und, daß ſie endlich zu Sct. Petersburg ankommen werde, war Alles, was ſie wußte. Daß der Fürſt dort ſich mit ihr wieder vereinigen, und daß er dann, mit der Erlaubniß des Kaiſers, mit ihr nach dem Süden von Europa zurück⸗ kehren würde,— das waren die Umriſſe einer Laufbahn, über welche ein verzagtes Herz einen düſteren Schatten warf.
Madame de Heidendorf war mit ihren eigenen Ge⸗ danken zu ſehr beſchäftigt, als daß ſie dieſen an Ver⸗ zweiflung grenzenden Zuſtand wahrgenommen hätte; auch unterrichtete ſie Kate unabläßig in der ſtrengen Etikette, die in der Geſellſchaft herrſchte, in die ſte im Begriffe war zu treten; ſie ſagte ihr die genauen Titel, womit fie dieſe oder jene große Perſon anreden müßte; ſie theilte ihr mit, wie viele Knickſe da, wie viele ehrerbietige Ver⸗ beugungen dort gemacht werden müßten. Dieſe kleinen Lehren und Uebungen waren ſtets von Warnungen und Ermahnungen begleitet, denn es konnte ja eine Per⸗ ſon, wie Kate, die von guter Geſellſchaft ſo viel wie Nichts geſehen, nicht genug auf die Wichtigkeit aller die⸗ ſer Dinge aufmerkſam gemacht werden; und Madame de Heidendorf ließ keine Gelegenheit vorbeigehen, ihrer Schutz⸗ befohlenen bemerklich zu machen, welche üblen Folgen Ver⸗ ſtöße wider die gute Lebensart haben könnten.
„Denken Sie doch nur an den Fürſten, Madame,“ pflegte ſie zu ſagen,—„denken Sie doch nur an das,
Die Daltons. V. 4


