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„Erſt heute Morgen noch,“ murrte Dalton zornig, „als ich davon ſprach, daß ich ein kleines Eſſen geben wolle, haſt Du immer nur die Naſe gerümpft über dieſes und jenes. Da war Dir Niemand gut genug! Da war Monſieur Ratteau, der„„Croupier““ des Spielhauſes da unten,— ein recht netter Mann, mit eleganten Manieren, und den ſchönſten Hemdknöpfen, die ich in meinem Leben geſehen,— und von dem wollteſt Du Nichts hören!“
Nelly hörte von dieſen vorwurfsvollen Worten nur Wenig, denn ſie folgte, von der Vertiefung des Fenſters aus, mit den Augen der ſich entfernenden Geſtalt Adolph Brauer's.
Dieſer war ſo eben über den Platz gegangen, und
ehe er eine Nebenſtraße einſchlug, blieb er ſtehen, kehrte
ſich um, und machte eine Geſte des Abſchieds nach dem
„Ortte hin, wo Nelly, ohne von ihm geſehen werden zu
können, immer noch ſtand.
„Er iſt fort!“ murmelte ſie halblaut.
„Wohlan, Gott geleite ihn!“ erwiederte Dalton mür⸗ riſch.„Ich konnte nie einen Tabulettkrämer ausſtehen!“
Fünfundvierzigſtes Kapitel. Madame de Heidendorf.
Schwermüthig ſaß Kate Dalton an der Seite ihrer neuen Freundin, als ſie auf der nach Wien führenden Straße dahinrollte. Die Scenerie beſaß alle Anziehungs⸗ kraft der Schöͤnheit und des hiſtoriſchen Intereſſes. Die Jahreszeit konnte nicht ſchöner ſein: es war Frühling,


