Teil eines Werkes 
Bändchen 12-15 (1852)
Entstehung
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Manne, der, offenbar aus Ehrerbietung, ſich neben die Thüre geſetzt hatte.

Als Dallon eintrat, ſtand der Fremde auf, um ihn zu begrüßen.

Der Reiſende,— denn einen ſolchen verrieth die Blouſe, ſowie der auf dem Boden liegende Ranzen und Stock,— war ein geſund und friſch ausſehender Mann von etwa dreißig Jahren; ſeine ganze Erſcheinung wies auf einen niedern Lebensberuf, keineswegs aber auf Armuth.

„Herr Brauer, Papa,— Adolph Brauer,“ ſagte Nelly, die letzten Worte flüſternd, um ihn um ſo ge⸗ ſchwinder an den Namen zu erinnern.

„Ihr Diener, Herr!“ ſagte Dalton in herablaſſender Weiſe, denn die beſcheidene, demüthige Haltung des Frem⸗ den erinnerte ihn alsbald an die Stellung, die ſie gegen⸗ ſeitig einnahmen.

„Ich küſſe Ihre Hand,“ ſagte Adolph mit der demü⸗ thigen Verbeugung eines ächten Oeſterreichers.

„Der würdige Mann, der gegen Frank ſo freundlich geweſen iſt, Papa,“ ſagte Nelly nicht wenig verwirrt, als ſie den prüfenden und faſt verächtlichen Blick ſah, womit Dalton ihn maß.

„Oh, oh, der Tabulettkrämer!“ ſagte Dalton, der ſich jetzt plötzlich orientirt hatte.„Das iſt alſo der Ta⸗ hulettkrämer?“

„Ja, Papa. Er hat ſich die Mühe nicht verdrießen laſſen, einen ziemlich großen Umweg zu machen, und von Durlach eigens hieher zu kommen, um uns von Frank zu erzählen; um uns zu ſagen, wie groß er geworden,— größer als er ſelbſt, ſagt er;— und Frank ſei auch ſo bübſch. Es war ſo freundlich von ihm, daß er hieher kam!“

„Oh, recht freundlich, das leidet keinen Zweifel,— ja, ja, recht freundlich!“ ſagte Dalton mit einem Lachen von höchſt zweifelhafter Bedeutung.„Hat er Nichts von dem Gelde geſagt, das Frank ihm ſchuldet? Hat nicht