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„Der alte Feldmarſchall gefällt mir!“ rief Hans en⸗ thuſiaſtiſch.„Er wollte den Jungen Unterwürfigkeit lehren, — er wollte ihm zeigen, daß er ſich nur auf ſich ſelbſt verlaſſen müſſe:— Lehren, die, ſo weit ſie auch ausein⸗ ander zu liegen ſcheinen, doch immer Hand in Hand gehen; — er, ein alter Krieger, der ſeine kühne Natur während vieler Jahre der Prüfung und der Ungerechtigkeit gehor⸗ chen gelehrt hat,— er, der allein, und ohne Beſchützer daſtand, und den nur ſein muthiges Herz und ſein gutes Schwert vorwärts brachte. Der Feldmarſchall gefällt mir, und gern möchte ich ein Glas Steinberger auf ſeine Ge⸗ ſundheit leeren!“
„Ja, das ſollen Sie, mein kleiner Mann!“ ſagte Dalton, aufwachend, und noch die letzten Worte von Han⸗ ſerl's Rede hörend.„Der alte Graf war freundlich gegen Frank, und heute Abend werde ich ſeine Geſundheit mit allen Chren trinken. Lies ihm den Brief vor, Nelly! Zeige ihm, wie der alte Stephan unſern Frank aufgenommen hat! Ja, ja, er iſt ein ächter Dalton!“
Hanſerl ſchaute erſtaunt, und ohne ein Wort zu ſpre⸗ chen, bald den Vater und bald die Tochter an, während Nelly tief errothend, und gleichfalls keine Sylbe ſprechend, den Kopf ſenkte.
„Der Brief, den er uns geſchrieben, war zwar trocken genug. Aber was hat das zu bedeuten? Er hat ſeit länger denn vierzig Jahren keine engliſche Zeile geſchrieben,— vielleicht hat er während dieſer Zeit nicht einmal ein Wort engliſch geſprochen. Man darf von einem Menſchen nicht erwarten, daß er nach ſo langer Zeit noch ſo elegant ſchreibt, wie es in„dem Modernen Briefſteller“ ſteht. Aber das Herz!— Das iſt die Hauptſache, Hans! Das Herz iſt auf dem rechten Flecke. Lies die Stelle noch ein Mal, Nelly; ich vergeſſe die Worte, die er ſagt.“
„O nein, Papa. Hans hat ſo eben Alles gehoͤrt, von Anfang bis zu Ende; und Sie wiſſen, daß wir ſo Viel


