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altmodiſche Manieren die ſtarken Züge der Familienliebe faſt verbärgen.
„„Und wie ſteht es mit Deinem Avancement, Frank?“ fragte Adolph..—
„„Es wird zu rechter Zeit kommen,““ ſagte ich nach⸗ läßig.„„Nichts verurſacht mehr Mißvergnügen, als das raſche Avancement von Cadetten, die hohen, adeligen Fa⸗ milien angehören.““
„„Aber ſie ſollten Dich wenigſtens zum Corporal machen?““
„Ich lachte verächtlich über die Bemerkung, und ſagte bloß:„„Vielleicht überſpringt man bei mir alle Unterofficiersgrade, und erinnert man ſich meiner nur, wenn ich Lieutenant werden ſoll.““
„„Ou biſt ſtolzer geworden, Frank, ſeitdem Du mit dem Feldmarſchall geſprochen,““ ſagte er in einem halb vorwurfsvollen Tone.„„Vielleicht verſchmähſt Du es in ein Paar Tagen, Dich in der Geſellſchaft eines Wander⸗ burſchen ſehen zu laſſen?“
„Ich war im Begriffe, ihm um den Hals zu fallen, und zu ſagen:„„Nein, was immer das Glück mir auf⸗ bewahren mag; Deine Freundſchaft iſt die eines Bruders, und kann nie vergeſſen werden;“" aber der Stolz, Nelly, — ja der Stolz, der verdammte Stolz, vor dem Du mich ſo oft warnteſt, verſiegelte meine Lippen; und als ich ſprach, ſagte ich etwas ſo Kaltes, ſo Bedeutungsloſes, und ſo Unwürdiges, daß er mich verließ. Ich weiß nicht wie!
„Kaum war ich allein, Nelly, ſo brach ich in Thrä⸗ nen aus. Ich weinte vor lauter Scham; und wenn Ge⸗ wiſſensbiſſe einen Fehler wieder gut machen konnten, ſo hätten ſie es in dieſem Falle thun ſollen. Welche Er⸗ niedrigung von meinem Freunde konnte derjenigen gleichen, die ich vor meinem eigenen Herzen fühlte!
„Ich dachte an alle Deine Lehren„ theuerſte Nelly; ich dachte an alle die Worte, womit Du mich vor meiner


