Teil eines Werkes 
Bändchen 12-15 (1852)
Entstehung
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Und das iſt Onkel Stephan, Nelly, das iſt der große Protector, auf den wir unſere Hoffnungen bauten, und von dem wir glaubten, daß er uns ein zweiter Vater ſein würde!

Als ich in die Straße hinaustrat, wußte ich nicht, wohin ich mich wenden ſollte. Ich fürchtete den bloßen Anblick eines Kameraden, damit derſelbe mich nicht über meine Aufnahme, über das erhaltene Taſchengeld, und über meine Beförderung zum Officier fragen ſollte.

Erſt als ich Adolph auf mich zukommen ſah, erin⸗ nerte ich mich wieder meiner Schuld, wovon ich meinem Onkel auch nicht eine Sylbe geſagt hatte. Ich hätte

Apolph Alles offen ſagen ſollen.

Ja, Nelly, ich kann das gemurmelte Mißvergnügen hören, womit Du mein Geſtändniß lieſeſt,daß ich es nicht thun konnte. Aber ich konnte es nicht über mich bringen, das ganze Gebäude erdichteter Protection zu zer⸗ ſtoͤren, womit ich mich umgeben. Was würde Adolph von mir gedacht haben, wenn ich geſagt hätte, ich habe weder Reichthum, noch Stellung, noch Ausſichten, ich ſei ein ſo beſcheidener Soldat, wie die erſte beſte Schild⸗ wache? Was ſollte aus jener Romantik des Lebens wer⸗ den, worin wir ſo oft Stunden lang geſchwärmt, was follte aus der glänzenden Zukunft werden, die wir zu⸗ ſammen uns ausmalten, und die, während wir noch dar⸗ über ſprachen, ſich ſchon verwirklichen zu wollen ſchien? Was ſollte, o Nelly! Dir muß ich Alles ſagen, jede Schwäche meiner Natur, was ſollte aus den ehrerbietigen Huldigungen werden, die der arme Burſche ge⸗ wohnt war, dem Neffen eines Feldmarſchalls darzubringen 2

Nein, es ging über meine Kräfte! ich nahm alſo ſeinen Arm, und ſprach dieſes und jenes, wie es mir ge⸗ rade in den Kopf kam, über meinen Empfang, und ver⸗ mied es, ſo oft ich konnte, den NamenOnkel zu erwähnen. Nur ſtellte ich mich in recht ſcherzhafter Weiſe, als halte ich ihn für ein Original, deſſen ſeltſame,