Teil eines Werkes 
Bändchen 12-15 (1852)
Entstehung
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ich Euch doch ſagen, was ich fühle, und hoffe, und füͤrchte! Und ach, könnte ich Euch doch um einen guten Rath und um Euern Segen bitten! Ich weiß in der That nicht, ob die letzten Tage eine Realität ſind; es ſchwindelt mir, wenn ich an die Scenen denke, die ich erlebt, und an die Gemüthsbewegungen, die ich empfunden. Ich hatte kei⸗ nen Freund, Lady Heſter ausgenommen; ich hatte kei⸗ nen Rathgeber außer ihr! Sie iſt mir eine Mutter ge⸗ weſen, nicht wie Du es geweſen wäreſt, Nelly,

nicht um zu warnen und zurückzuhalten, wenn vielleicht

Beides noͤthig geweſen wäre, ſondern um zu ermuthigen und meine Hoffnung zu nähren. Ich habe gethan, wie ſie mir gerathen*

Wahrlich, ich verſtehe keine Sylbe von All' dem, rief Dalton ungeduldig.Was hat ſie gethan?

Nelly ließ ihre Augen raſch über die Zeilen hin ſchweifen, ohne zu ſprechen, und ſagte dann mit leiſer, aber deutlicher Stimme:

Es iſt, wie ich geſagt habe; ſie iſt mit dieſem gro⸗ ßen ruſſiſchen Fürſten verlobt.

Mit dem Kerl, dem, wie es heißt, halb Moskau gehört? Fogles hat uns von ihm geſagt.

Mit dem Fürſten Midchlkoff.

Richtig, ſo heißt er. Wohlan, es iſt eine ſchoͤne Partie, das läßt ſich nicht leugnen. Aber wie kam die Sache zu Stande? Und warum i*ſt er nicht hieher gekommen, um mich um meine Einwilligung zu bitten? Was ſoll alle dieſe Elle bedeuten?

Die Heirath kann nur in Sct. Petersburg und in Gegenwart des Kaiſers ſtattfinden; und für jetzt iſt ſie bloß verlobt, damit ſie Madame de Heidendorf nach Ruß⸗ land begleiten kann, wohin ihr der Fürſt ſelbſt in einigen Wochen nachfolgen wird.

Wahrlich, das geht über das Bohnenlied! Warum konnten ſie denn nicht an dem Orte, wo ſie jetzt ſind, ſich von einem Prieſter copuliren laſſen? Zum Kuckuck!