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Geldmangel,— ſprechen Sie von Pächtern, die mit ihren Zahlungen im Rückſtande ſeien,— ſagen Sie, man habe Ihnen noch keine Fonds übermacht!“
„O lieber Herr! Sie brauchen mir in dieſen Din⸗ gen nicht zu ſouffliren,“ ſagte Dalton mit bitterem Lachen. „Ich kenne das Alles nur zu gut.“
„So ſchreiben Sie denn ein Paar Zeilen; Sie werden auf dem Tiſche dort Federn und Papier ſinden. Ich habe Ihnen bereits geſagt, daß ich Ihren Brief unter meinem eigenen Siegel mit den Depeſchen abſchicken werde.“
Dalton war nie ein großer Freund vom Brieſſchrei⸗ ben geweſen; bei Nacht aber und bei Licht, und nach vierſtündigem Punſchtrinken eine ſolche Arbeit zu unter⸗ nehmen, ſchien ihm ein Ding der Unmöglichkeit zu ſein. Und doch war das Geſandtſchaftsſiegel keine geringe Ver⸗ ſuchung für ihn,— welcher Art daſſelbe immer ſein mochte; vielleicht ſtellte er ſich unter demſelben eines jener koloſſalen Anhängſel vor, die man auf koͤniglichen Schen⸗ kungen bemerkt! Wer vermag zu ſagen, welche Maſſe von Wachs und Bändern ſeine Imagination dem Siegel zuſchrieb! Auch hatte er noch einen andern Grund:— er dachte nämlich, daß er vielleicht im Stande ſein würde, ohne Nelly's Wiſſen an ſeine Tochter zu ſchreiben. Dieſe Rückſicht entſchied die Frage mit einem Male. Er ſetzte daher ſeine Brille auf und machte ſich in überaus ernſter Weiſe an die Arbeit.
Das Schreiben aber lautete alſo:
„Liebe Kate!
„Ich bringe den Abend bei Deinem Freunde zu, dem Geſandten von— ich vergeſſe wo— Foglaß iſt ſein Name— und es iſt derſelhe ein ſo angenehmer Mann, als ich je einen getroffen; und er läßt ſich Dir und der ganzen Familie höflichſt empfehlen und überſendet dieſes unter ſeinem eigenen Siegel.


