Teil eines Werkes 
Bändchen 8-11 (1851)
Entstehung
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Ganz wahr, und ich vergaß das liebe Weib ganz und gar. Ich glaube, Sie müſſen ſie nun einmal empfangen, Kate; es gibt keinen Ausweg! Sagen Sie drei Uhrt ich werde mich dann in dem kleinen Geſellſchaftszimmer auf⸗ halten, und ihre entſetzliche Stimme nicht hören, da die Gallerie und die Bibliothek zwiſchen uns iſt.

Hat ſie denn eine ſo entſetzliche Stimme? fragte Kate unſchuldig.

Ich weiß es fürwahr nicht, antwortete Lady He⸗ ſter verdrießlich;aber natürlich hat ſie eine ſolche! Dieſe entſetzlichen Leute haben immer eine ſolche Stimme! Machen Sie den Beſuch ſo kurz, wie möglich, Kate. Laſſen Sie denſelben zu keinem Vorwande für etwas Späteres werden. Bedienen Sie ſich bei jeder Gelegenheit Ihres Augenglaſes, damit Sie kurzſichtig genug ſein kön⸗ nen, um ſie nie mehr zu kennen.

Ich habe Sie bisweilen recht trotzig und ſtolz ge⸗ ſehen, Kind: ſo müſſen Sie ſich auch bei dieſem Be⸗ ſuche zeigen; das iſt die rechte Art. Es war doch ſehr unrecht von Ihrem Papa, daß er in ſolcher Weiſe ſchrieb, oder von Ihrer Schweſter, oder wer es auch immer ſein mochte. Heut zu Tage bedient man ſich nur der Poſt: kein ordentlicher Menſch denkt an ein anderes Transportmittel. Sagen Sie es ihnen doch; ſagen Sie ihnen doch, daß es mich ganz nervoͤs gemacht; Sie ſehen, daß ich heute nervoͤs bin.

Nun! nun! Ich will Sie nicht verſtimmen, Kind, aber Alles iſt heute verkehrt gegangen. Midchikoff hat ſeine Loge weggegeben, und ich habe die meinige der Luccheſint verſprochen; und die Blonden⸗Falbel iſt viel zu ſchmal, wie Cöleſtine mir ſagt; aber ich bin gewiß, daß ſie ein Stück davon abgeſchnitten hat, um ſich eine Berthe zu machen. Und dann ſind die Blumen wirk⸗ lich odibs. Es ſind dieſelben hochroth, anſtatt kirſchroth zu ſein, obgleich ich Jekyl zwei Mal ſagte, daß ſie gerade die Farbe von Lady Melgund's Naſe haben ſollten!

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