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„Ei, ei, Sie haben Recht,— ei, ei, der Brief! Aber Buccellini könnte, wie Sie wiſſen, den Brief in Empfang nehmen, und denſelben mit unerbrochenem Sie⸗ gel in Ihrer Nähe laſſen. Sie koͤnnten ihn auf dieſe Weiſe ebenſo gut leſen. Gewiß las ich Alles, was Sir Stafford in dem ſeinigen ſagte, ohne denſelben zu öffnen. Sie ha⸗ ben es ja ſelbſt geſehen, Kate; vielleicht aber glauben Sie es bei Ihrem Skepticismus noch auf dieſe Stunde nicht, denn Sie ſind recht ſkeptiſch; es iſt das Ihr Hauptfehler, meine Liebe. D'Esmonde vergoß jüngſt Thränen darüber. Er ſagte mir, daß Sie nicht einmal an die Madonna della Torre glaubten, obgleich er Ihnen das Fläſchchen mit den Thränen gezeigt!“
„Ich ſagte bloß, ich hätte die heilige Jungfrau die⸗ ſelben nicht vergießen ſehen,“ ſagte Kate.
„Ganz richtig, mein Kind, aber Sie ſahen die Thrä⸗ nen, und hörten D’Esmonde bemerken, daß Sie, wenn Sie Morgens den Garten ganz durchnäßt und Bäume und Blumen triefen ſähen, gewiß nie zweifelten, daß es während der Nacht geregnet, wenn Sie auch nicht gewacht hätten, um es zu hören oder zu ſehen.“
Kate ſchwieg, nicht weil es ihr an einer Antwort fehlte, ſondern weil ſie eine Erörterung, die dem Gegen⸗ ſtande ihres Beſuchs ſo fern lag, um keinen Preis ver⸗ längern wollte.
„Was mich betrifft, ſo glaube ich trotz dem, daß ich Proteſtantin bin, ja trotz dem, daß ich Proteſtantin bin, an die Torre,“ ſagte Lady Heſter in dem triumphirenden Tone einer Perſon, die ſich über all die Sklaverei des Vor⸗ urtheils erhebt. Will man recht unterſcheiden, Kate, ſo muß man unterſuchen, ob Etwas über die Vernunft er⸗ haben, oder ob es derſelben zuwider iſt. Verſtehen Sie mich, Kind?“
„Gewiß iſt Mrs. Ricketts' Beſuch Beides,“ ſagte Kate, in geſchickter Weiſe auf das urſprüngliche Thema zurück⸗ kommend..


