Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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Bogen des Eingangsthores ausging, ſich über das Glacis hinwand, die Brücke überſchritt, und nach dem Prater hin ſich entfaltete.

Es war ein ſchöner, heller Wintertag; der blaue Himmel faſt wolkenlos, und Alles zeigte ſich in der dünnen Atmoſphäre in ſcharfen und feſten Umriſſen. Nichs konnte für den Effekt eines ſolchen Schauſpiels günſtiger ſein. Die Waffen der Krieger glänzten und funkelten, und blitzten, wie Silber die hellfarbigen Schabracken und die brillanten Uniformen zeigten ſich in all' ihrer Pracht die ſcharlachrothen Uhlanen, die blauen Huſaren, die Küraſſire mit ihren hohen Helmen fuchten in kriegeriſcher Haltung es einander zuvorzu⸗ thun; während die dichten Infanterie⸗Maſſen ſich wo⸗ genartig fortbewegten ähnlich einem großen aufge⸗ regten Meere. Es war eine in allen Einzelnheiten vollſtändige Armee; denn es war Alles da bis zu den Krankenwagen herab.

Eine Revüe vor dem Kaiſer! ſagte Walſtein; und ſehen Sie, dort kommt ſein Stab!

Und er deutete auf eine Gruppe von Reitern hin, deren flatternde Federbüſche und loſe herabhängende Dolmans man nicht weit davon auf der Ebene ſehen konnte.

Oh, wir wollen ihnen folgen! rief Frank enthu⸗ fiaſtiſch.Ein ſo glorreiches Schauſpiel habe ich mir nicht einmal als möglich gedacht!

Sie werden noch genug ſolche vielleicht noch zu viele zu ſehen bekommen! ſprach der Graf mit matter Stimme.Es iſt ein Lieblingszeitvertreib un⸗ ſers alten Generals, uns in der Mitte des Winters ausrücken und einen Tag im Schnee des Praters zu⸗ bringen zu laſſen.

Wer möoͤchte auch an das Wetter oder an die Mühſeligkeiten denken, wenn er bei einer ſolchen Scene betheiligt iſt? ſagte Frank. 1 So denken offenbar die würdigen Feldmarſchäͤlle