Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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großen Lichter der Geſchichte waren oh, wie würde er mich geſtern Abend angeſchaut haben! wo ſie, die Arme um meinen Hals legend, mich ihren Kameraden nannten! Und dann dachte er an ſeinen Oheim, und bekleidete den alten Feldmarſchall mit allen edlen und einen Soldaten zierenden Attributen, und ſtellte ſich ihn, vor Allem, als von Liebe und Güte überfließend vor. Welche Menge von Fragen richtete er an ihn in Be⸗ treff ſeines Vaters und ſeiner Schweſtern wie oft mußte er ihre Namen wiederholen und von ihrer Fa⸗ milien⸗Aehnlichkeit erzählen wie oft mußte er auf die geringſten Einzelheiten der Familien⸗Geſchichte zurückkommen, und ihr tägliches Leben bis auf die ein⸗ fachſten Vorkommenheiten ſchildern!Denn Oheim Stephan würde ja Alles wiſſen wollen.

Unter ſolchen angenehmen Phantaſien ſchlief er feſt ein, um dieſelben noch in ſeinen Träumen fortzuſpinnen, Phantaſten, denen, ſchon in wachem Zuſtande, die Vernunft ſo gar keinen Zügel anlegte.

Frank Dalton wurde aus einem tiefen Schlafe und einem angenehmen Traume von der Heimath durch die heiſere Stimme eines berittenen Dragoners aufgeweckt, der dem Poſtillon anzuhalten befahl; und als er hin⸗ ausblickte, ſah er, daß ſie ſich dicht neben der Ecke der großen hölzernen Brücke befanden, die unter den Wällen von Wien, über die Donau führt. Die ganze Scene erfüllte ihn mit Staunen und Verwunderung. Zu ſei⸗ nen Füßen wälzte ſich der ſchnelle Donauſtrom fort: die ungeſtümen Fluthen ſpritzten und ſchäumten unter den Eisſtücken, die aus den Berg⸗Gegenden herabge⸗ ſchwommen waren, und jeden Augenblick mit donner⸗ ähnlichem Gekrache an den ſteinernen Eisbrechern zer⸗ ſchellten. Jenſeits des Fluſſes erhoben ſich die befe⸗ ſtigten Wälle der Stadt, mit ihren dichten Menſchen⸗ maſſen, die ſich hier verſammelt hatten, um einem gro⸗ ßen militäriſchen Schauſpiele anzuwohnen, das, mit all' ſeiner kriegeriſchen Pracht, von dem dunklen