Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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und Diviſionsgenerale, die gut beritten und in warmen Pelzröcken ſteckend, eine Stunde nach uns herangeſprengt kommen, und, ſobald ſiedie Parade abgehalten haben, wieder nach Hauſe reiten, und uns, ſo gut wir koͤnnen, durch die naſſen, ſchmutzigen und ſchlüpfrigen Straßen in unſere kalten Kaſernen zurückmarſchiren laſſen. Aber das gerade Gegentheil denken jene armen Kerls dort, mit den blauen Geſichtern und halb erfrorenen Knöcheln; die ſind weder ſtolz auf dieſes Schauſpiel, noch haben ſte viele Sympathie für das Gelingen eines ſogenann⸗ tenſchönen Manoeuvres.

Frank ſchüttelte ungläubig den Kopf. Er wollte die ausgeſprochene Anſicht nicht gelten laſſen, und doch wußte er auf der andern Seite nicht, wie er dieſelbe widerlegen ſollte. Er ſchwieg daher. 2

Dieß iſt das Regiment Franz Carl, Dalton, ſprach Walſtein, auf eine Infanterie⸗Colonne hindeutend, die, in ihren dunkelgrauen Oberröcken, als eine düſtere Maſſe erſchien.Das Regiment hat unter allen Corps der kaiſerlichen Armee die beſte Muſikbande und den ſtrengſten, roheſten Obriſten.

Frank blickte mit einem ſeltſamen Gefühle der Ehr⸗ furcht und des Schreckens auf das Regiment hin.

Dort liegen meine Geſchicke! dachte er.Wer weiß, welche Freundſchaften oder Feindſchaften dort meiner warten? Welche Herzen unter jener dunklen Maſſe werden im Einklang mit dem meinigen ſchlagen auf welche Quellen der Betrübniß oder des Kum⸗ mers werde ich unter ihnen ſtoßen?

Ich wollte, Sie hätten ein beſſeres Regiment, Dalton, ſagte Walſtein..

In wie fern ein beſſeres? Iſt es nicht ein tapferes und ausgezeichnetes Corps?

Tapfer iſt es wohl, ſprach der Andere lachend; gund auch an Diſtinction fehlt es ihm nicht, da ein Erzherzog Inhaber deſſelben iſt, und es commandirt. Allein das iſt's nicht, was ich meine. Das Regiment