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geſtellt, und im vollen Sinne des Worts ein Glücks⸗ kind,— dabei doch der Vergnügungen überdrüſſig, müde, und unzufrieden; der andere arm, und faſt ohne alle Freunde, aber voller Hoffnung, voll Feuer, und voll jugendlicher Schnellkraft. Der Graf war des Le⸗ bens gerade ſo überdrüſſig, als der Cadet vor Begierde brannte, daſſelbe zu genießen. Ungeachtet— vielleicht wäre es richtiger zu ſagen, in Folge— dieſer Charak⸗ ter⸗Widerſprüche gaben ſie Reiſegefährten ab, die treff⸗ lich zu einander paßten, und Jedem entſchwand der Weg, ohne daß er wußte, wie.
Zu Innsbruck blieb man ein Paar Tage liegen, und Frank ging mit ſeinem neuen Freunde in die Kaffee⸗ häuſer und Theater, und miſchte ſich unter den Haufen derjenigen, deren Leben eine fortgeſetzte gemüthliche Verſchwendung iſt. Zwar ſah ſich Frank, um ſich die⸗ ſen in Kleidung und Lebensweiſe gleichzuſtellen, ge⸗ zwungen, die Goldſtücke in Nelly's Börſe auszugeben; ein Louisd'or wurde nach dem andern vergeudet, und es koſteten ihm dieſe Opfer manchen ſchweren Seufzer; allein ſein Stolz gebot ihm, dieſe Verluſte mit anſchei⸗ nender Gleichgültigkeit zu ertragen. Walſtein ſtellte
ihn überall als den Neffen des alten Feldmarſchalls von
Auersperg vor; und da es etwas ganz Gewöhnliches
war, Cadetten zu ſehen, die an Equipagen, Livreen und
Diener ungeheure Summen verſchwendeten, ſo ſchien es Niemanden zu überraſchen, daß der Jüngling dieſe Ge⸗ wohnheiten theilte. Schon die Art und Weiſe, wie er an allen Genüſſen Antheil nahm, ſchien zu beweiſen, daß er an ſolche Lebensweiſe längſt gewöhnt ſei; denn mochte er trinken oder ſpielen, oder ſich bei irgend einer andern Ausſchweifung betheiligen— immer war ſeine Stimmung eine gleich fröhliche; und Frank Dalton war allem Anſchein nach mit Glücksgütern reich geſeg⸗ net. Anfangs ſielen ihm zwar dieſenigen ein, durch deren Opfer er in den Stand geſetzt worden war, ſich ſo koſtſpielige Vergnügungen zu verſchaffen;— er dachte
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