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ſtrenge Züge gar gut zu einer gewiſſen militäriſchen Haltung paßten.
„Sie ſind ein guter Fußgänger, junger Burſche,“ ſagte er, Frank vertraulich anredend.„Wir ſind nun ſchon ſeit fünf Tagen Reiſegefährten; und obgleich ich Poſtpferde gehabt habe, ſo haben Sie doch mit Ihren Füßen ſtets die gleiche Strecke Wegs zurückgelegt.“
Frank berührte bei dieſer unceremoniöſen Anrede ſeine Mütze, und verbeugte ſich etwas ſteif, gab aber keine Antwort, ſondern beſchäftigte ſich damit, die Rie⸗ men ſeines Torniſters in Ordnung zu bringen.
„Sind Sie Soldat?“ fragte der Fremde.
„Cadet!“ erwiederte Frank ebenſo barſch.
„Bei welchem Regimente, wenn ich fragen darf?“
„Bei Franz Carl!“
„Oh! mein eigenes altes Corps,“ ſagte der An⸗ dere fröhlich.„Ich habe im Banat vier Jahre bei demſelben gedient. Aus welchem Theile des Reichs ſind Sie— denn Sie haben nicht die Ausſprache eines Oeſterreichers?“
„Ich bin ein Irländer.“
„Ohl das erklärt es. Und Ihr Name?“
„Dalton. Und jetzt, mein Herr, welches iſt der Ihrige? Denn ich ſehe nicht ein, warum dieſe Neu⸗ gierde einſeitig bleiben ſollte,“ ſprach Frank mit einer Miene, die ſogar noch inſolenter war, als die Worte ſelbſt.
„Ich bin Graf Ernſt von Walſtein,“ ſagte der Andere, ohne eine Spur von Gereiztheit zu zeigen.
„Welchen Rang haben Sie in der Armee?“ fragte Frank kühn.—
„Den eines Oberſtlieutenants, mein Junge.“
„Und Sie mögen etwa dreißig ſein?“ ſagte Frank, in halb fragendem und halb ſarkaſtiſchem Tone.
„Letzten Auguſt war ich achtundzwanzig,“ lautete die ruhige Antwort.
„Beim Zeus! das nenne ich ein raſches Avance⸗


