Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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er ſich künftige Scenen aus, wo er figurirte. Es hat⸗ ten alle denſelben roſenfarbenen Anſtrich; denn wäh⸗ rend ihm bei einigen hohe Belohnungen für ſeine Großthaten wurden, war er bei andern der eifrig ge⸗ ſuchte und gehätſchelte Gaſt der hohen Welt und der Schönheit.Und denken, daß ich einmal ſo geweſen! rief er, über den Einfall lachend;daß ich einmal mit dem Torniſter auf dem Rücken, wie ein Handwerksbur⸗ ſche während ſeiner Wanderjahre, auf der Chauſſee müh⸗ ſam einherwandelte; und dann gelobte er bei ſich, daß er ſich in dem beſcheidenen Aufzuge, in dem er in die Welt hinausgezogen, malen laſſen wolle, um einſt dieſes Bild neben das des decorirten Soldaten hängen zu können.

Die Selbſtſucht kann gar vielerlei Masken tragen. Bisweilen kann ſie Züge annehmen, die faſt edel ge⸗ macht werden müſſen öfter aber ſind dieſelben über⸗ aus gemein. Frank's Egoismus gehörte zur erſteren Klaſſe. Er wollte durch eine ehrenvolle Laufbahn eine angemeſſene Stellung in der Geſellſchaft erringen; allein es ging ihm dabei ganz und gar das größte Element des Glücks ab die Geduld, die, aus Beſcheidenheit und Selbſtvertrauen zuſammengeſetzt, warten kann, und die Preiſe des Lebens verdient, ehe ſie dieſelben fordert. Indeſſen war ſein Familienſtolz ſein größter Fehler, da er zu einem falſchen Begriffe in Betreff deſſen, was man mit dem WorteDiſtinktion bezeich⸗ net, Anlaß gab; und es war derſelbe eine ſo grundloſe Prätenſion, daß er, gerade wie eine falſche Banknote, den Inhaber ſelbſt in Verlegenheit bringen und ihm verderblich werden mußte.

So erfüllt war er von ſich und ſeiner Zukunft,

daß er, während er ſo fortwanderte, von dem Wege

nur wenig wahrnahm. Aus einem Gefühle des Stol⸗ zes die Geſellſchaft anderer Fußreiſenden vermeidend, wanderte er allein vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abende fort. Der Weg war größtentheils truͤbſelig und