Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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bis das Glück wechſelte und die Reihe nun an ihm war zu gewinnen!

Während dieſe Gedanken ſeinen Geiſt beſchäftigten, führten die Langweile, die Stille der Stunde, und die Dunkelheit des Zimmers den Schlummer herbei; und obgleich er einige Male es halb und halb verſuchte, ſich aufzuraffen und nach Hauſe zu gehen, ſo gewann doch die Apathie die Oberhand und er ſank in Schlaf. Leute mit einem unruhigen Gewiſſen haben oft einen gar leichten Schlaf. Auch Norwood ſchlief überaus ru⸗ hig: nicht ein Traum, nicht eine ſchnell vorüberge⸗ hende Phantaſie ſtörte ſeinen Schlummer.

Schon war der Tag nicht mehr fern, und noch lag er ſo da; da weckhte ihn das dumpfe Räderge⸗ roll unter den Fenſtern theilweiſe auf; es weckte ihn wenigſtens ſo weit auf, daß er ſich erinnerte, wo er war, und daß er ſich einbildete, es könne George Onslow ſein, der ſich endlich von ſeiner Tiſchgeſellſchaft verabſchie⸗ det hätte. Er lag einige Minuten ſo da, und erwar⸗ tete, ſeinen Tritt auf der Treppe zu hören, und ihn in das Zimmer hereintreten zu ſehen; da aber Alles wie⸗ der in die gewohnte Ruhe zu verſinken ſchien, ſo ſchlum⸗ merte er wieder ein, bis er plötzlich hörte, wie eine Hand ſich auf den Drücker des Thürſchlüſſels legte.

Es iſt einer der ſeltſamen Inſtinkte des Halbſchlum⸗ mers, daß er leiſe Töne eher wahrnimmt, denn ein lau⸗ teres Geräuſch. Das leiſeſte Geflüſter, das leiſeſte Ge⸗ murmel einer menſchlichen Stimme, das Krachen eines Stuhles, das behutſame Zurückziehen eines Vorhangs weckt die Fähigkeiten, die für das Rauſchen eines Waſ⸗ ſerfalls, oder für das dumpfe Brauſen der See unem⸗ pfindlich geweſen ſind..

So leiſe auch das Geräuſch war, das ſich jetz vernehmen ließ, ſo ſtutzte doch Norwood, während er ſo lauſchte. Mit einem Male raffte er ſich zuſammen, und heftete die Augen auf die Thüre, deren Drücker langſam und vorſichtig nach Unten bewegt wurde. Als⸗