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terland verläugnen, und bei den Leuten ſtarke Zweifel
an ſeinem Adel erwecken.
Lord Norwood wußte und fühlte das Alles. Gar oft hatte er darüber nachgedacht, ſo daß, wenn er jetzt ſich wieder mit dieſen Dingen befaßte, es in keiner an⸗ dern Abſicht geſchah, als um ſie als Facta für eine künftige Theorie anzuſehen, auf der er weiter bauen konnte, gleichwie Mathematiker von den Beweiſen der Geometrie Gebrauch machen, ohne ſich erſt die Mühe zu geben, deren Richtigkeit nachzuweiſen. Nein;— alle ſeine jetzigen Reflexionen nahmen eine praktiſche Geſtalt an, und konnten in den einen Entſchluß zuſammengefaßt
werden:„Ich darf nicht weiter gehen— ich habe Alles gethan, was ein Mann thun darf, ja vielleicht ſchon ein
klein wenig mehr, als er thun darf, wenn er nicht ſeine
Stellung in der Welt gefährden will.“ Das ſtille Ver⸗
dict„nicht bewieſen,“ das über ſo viele ſeiner Hand⸗ lungen ergangen war, konnte jetzt jeden Augenblick um⸗ geſtoßen werden, und eine Muſterung ſeines bisherigen Lebenslaufs war mit einem nichts weniger als glänzen⸗
den Rückblicke verbunden. Ausſtoßung aus einer großen
Schule im Alter von dreizehn Jahren; ein drei Jahre langes ingeheim ausſchweifendes und gottloſes Leben
im Haufe eines Geiſtlichen; ein liederliches Regiment,
aus dem er auf Malta austreten durfte, wo er ſeine Stelle verkaufte; zwei Jahre bei der Legion, oder bei Don Carlos in Spanien— ob bei jener oder bei dieſem war gleichgültig; etwa ein Jahr in London, mit einem ſchwachen Verſuche, ſich zu beſſern; eine Anſtellung beim Generalſtabe in Oſtindien, die aber alsbald wieder ver⸗ kauft wurde; eine zum Theil vertuſchte unehrenhafte Geſchichte; Schulden, Inden; Wechſel⸗Erneuerungen; das Fleet⸗Gefängniß; das Fallitengericht; einige un⸗ ehrenhafte Duelle; eine Klage wegen Verführung; und
endlich die jüngſte Newmarket Affaire— das war ſein Lebenslauf, in großen Umriſſen gezeichnet. Die Einzel⸗
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