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heiten enthielten noch verſchiedene kleine Epiſoden, womit wir uns hier nicht befaſſen können.
Indeſſen trat ein Vorfall beſonders lebhaft vor die Seele des Lords, und ſo wenig auch bei ihm die
Vergangenheit die Gedanken uſurpiren durfte, die der
Gegenwart gehörten, ſo nahm doch der fragliche Vor⸗ fall beharrlich einen Theil ſeiner Aufmerkſamkeit in An⸗ ſpruch. Es war nichts Anderes, als eine kleine Liebes⸗ geſchichte, die er in Spanien mit einer„ballerina““ von der Oper gehabt. Mit Hülfe eines jungen Prie⸗ ſters, der damals zu Saragoſſa ſtudirte, hatte er mit dem Maͤdchen eine Scheinheirath eingegangen. Der ploͤtzliche Aufbruch eines Armee⸗Corps, zu welchem er gehöͤrte, gab ihm eine gute Gelegenheit an die Hand, ſeine junge Frau ſitzen zu laſſen; und wahrſcheinlich hatte er ſeit dem Ereigniſſe keine zwei Male an ſte ge⸗ dacht. Nun aber, wo er ernſtlich an's Heirathen dachte, trat der Vorfall wieder mit aller Friſche vor ſeine Seele, und er fragte ſich ſcherzhafter Weiſe, ob ſeine zweite Saititt wohl glücklicher ausfallen würde, als ſeine erſte.
Stunde und Ort begünſtigten dieſe ſeine Träume⸗ reien. Es war Mitternacht vorüber. Alles war im großen Palaſte ſtill und ruhig. Das ſcharf abgemeſſene Ticken der Uhr auf dem Kaminſimſe war der einzige Laut, der ſich hoͤren ließ, wenn man das ferne und dumpfe Rauſchen der Waſſer des Arnofluſſes abrechnete; das Zimmer ſelbſt, das nur durch ein flackerndes Holz⸗ feuer erleuchtet war, lag in tiefem Schatten; und durch dieſe Einflüſſe, ſowie durch ſeine milde„Manilla“ ein⸗ gelullt, konnte Norwood im Lande der Träume ſo weit umherſchweifen, als ihm beliebte, und als Naturen, wie die ſeinige, überhaupt gehen.
Wer vermag zu ſagen, ob Leute ſeines Schlags wirk⸗ lich wiſſen, was„Kummer“ iſt— ob bei ihnen der Aerger über das augenblickliche Mißlingen eines Planes, über
Die Daltons. II. 16


