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„Ich habe geſagt, daß Sie keinen größeren Be⸗
weis Ihres Vertrauens zu Lady Heſter's Güte und Achtbarkeit geben knnten, als indem Sie das, was uns ſo theuer iſt, ihrer Obhut anvertrauten. Ich ſprach von unſerer Dankbarkeit“— hier verſagte ihr die Stimme, und es ſtand ein Paar Sekunden an, ehe ſie weiter ſprach; unſere Dankbarkeit!— ein ſonderbares Wort, um das Gefühl auszudrücken, womit wir uns
von dem trennen, woran wir mit ſo vieler Liebe han⸗
gen!—„auch bat ich ſie, der eine Mutter zu ſein, ſo keine habe!“
„Oh, Nelly, ich kann nicht gehen— ich kann Euch nicht verlaſſen! platzte Kate heraus, indem ſie niederkniete, und ihr Haupt im Schooße ihrer Schweſter begrub.„Schon fühle ich, wie ſchwach und wie un⸗ fähig ich bin, unter Fremden zu leben, fern von Dir und unſerem theuren Papa. Ich brauch' Euch beide.“
„So wahr ich da bin, ihr macht mich noch wahn⸗ ſinnig!“ rief Dalton aus.„Du haſt zwei Nächte und einen Tag lang geweint, weil man Dich nicht gehen laſſen wollte. Du grämteſt Dich, bis Deine Augen roth und Deine Wangen von Thränen ganz gefurcht waren; und jetzt, wo Du die Erlaubniß bekommſt, zu gehen,— jetzt, wo ich einwillige, meine häuslichen Freuden zu Deinem Beſten zu— zu— zu opfern— ja, zu opfern— jetzt machſt Du plötzlich eine Front⸗ veränderung, und ſagſt, Du wollteſt nicht gehen.“
„Nein, nein, Papa,“ ſagte Nelly ſanft;„Kate geſteht nur, mit welchen Befürchtungen ſie uns ver⸗ laſſen würde, und hiedurch legt ſie eine Geſinnung an den Tag, die beſſer zeigt, daß ſie im Stande ſei, dem, was da kommen mag, Trotz zu bieten, als wenn ſie mit einem Herzen voll glänzender Erwartungen von uns ſchiede,— als wenn ſie nur eine Zukunft voller Herrlichkeit und Freuden im Auge hätte.1 4 „Ich frage euch abermals, geht ſie denn in die
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