Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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Urwälder von Newfoundland— geht ſie in die Wuſten Arabiens?“ ſagte Dalton ironiſch.

„Das vor ihr liegende Land bringt Gefahren, die ebenſo groß, wo nicht größer ſind, als die, ſo ſie in den von Ihnen genannten Ländern erwarten würden,“ erwiederte Nelly niedergeſchlagen.

„Man läutet an unſerer Glocke,“ ſagte Dalton, der es vielleicht nicht ungern ſah, eine Diskuſſion ab⸗ geſchnitten zu ſehen, bei der ſeine eigenen Zweifel und Befürchtungen mit ſeinen Worten im Widerſpruch ſtan⸗ den; denn während er mit aller Macht Nelly bekämpfte, war er gar oft gezwungen, ingeheim dem beizuſtimmen, wogegen er ſo entſchloſſen ankämpfte. Die Eitelkeit allein beherrſchte bei ihm jeden andern Beweggrund und verhärtete ſogar ſein Herz gegen die Trennung von ſeinem Lieblingskinde. Die Eitelkeit, die darin beſtand, daß er dachte, ſeine Tochter würde in den Salons der Grafen und Hochgeborenen die bewunderte Schön⸗ heit ſein— es würde dieſelbe ſich täglich in den höch⸗ ſten Kreiſen bewegen— es würde ſeine liebe Kate an Höfen bewundert werden— es würde dieſelbe überall, wo ſie ſich zeigte, den Mittelpunkt der Schmeicheleien bilden. So verblendet war er durch ſein falſches Ur⸗ theil, daß er wirklich ſich einbildete, er ſpiele die Rolle eines Märtyrers, um das künftige Wohl ſeiner Tochter zu begründen, und ſeine eingefleiſchte Selbſtſucht ſei nichts Anderes, als eine hohe und heilige Selbſtver⸗ läugnung.

„Mein ſchlimmſter Feind nannte mich nie einen ſelbſtfüchtigen Menſchen“— das war der Balſam, den er bei ſeiner gereizten Stimmung immer und ewig, und zwar mit Glück anwandte. Indeſſen würde es eher einem Freunde, als einem Feinde zugekommen ſein, ihm zuzuflüſtern, daß die Selbſtſucht das wahre Gift ſeiner Natur ſei. Sie trieb ihn bei allen Verſchwendungen und Extravaganzen ſeines früheren Lebens. Sie lag

Die Daltons. II. 4

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