Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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Kate in einer ſo ſchwierigen Laufbahn harren mögen! und wie oft wird ſie unſeres guten Rathes oder un⸗ ſeres Troſtes bedürfen, wenn ſie, Hunderte von Stun⸗ den von uns entfernt, rathlos daſteht! Stellen Sie ſich dieſelbe als krank oder als bekümmert vor: oder denken Sie ſich,— was noch ſchlimmer iſt—, es ſei dieſelbe der Verſuchung und Verführung ausgeſetzt. Stellen Sie ſich vor, wie theuer jeder Zauber jener Verfeinerung, die Sie für ſie ſo ſehnlich wünſchen, er⸗ kauft wäre, wenn der Preis ein in ſeiner Anhänglich⸗ keit an die Familie geſchwächtes, des ſchlichten Glau⸗ bens, der im Zuſtande der Armuth keine Schande war, beraubtes Herz wäre. Bedenken Sie vor Allem,“ rief ſie— und zum Erſtenmale zitterten ihre Lippen, und ſchwammen ihre Augen in Thraͤnen—,„bedenken Sie vor Allem, daß wir nicht für immer auf ſie Verzicht leiſten können; und doch, wie ſoll ſie ſich dann wieder an ein ſo beſcheidenes Leben, und an die jeden Tag ihrer harrende mühſame Arbeit gewöhnen? Sie wird ſich dann mit Scham und Ekel davon abwenden. Ich frage nicht, wie ganz anders wir ihr dann erſcheinen werden; denn ich weiß, daß, wie ſehr ſich auch ihre Gewohnheiten geändert, und wie ſehr ſie ſich auch unterdeſſen verfeinert und ausgebildet haben mag, ihr zärtliches, treues Herz ſtets ganz uns und nur uns ge⸗ hören wird; allein koͤnnen Sie ihr Glück einem Ocean, wie dieſer iſt, anvertrauen?— Koͤnnen Sie ihre ganze Zukunft für ſo Wenig auf's Spiel ſetzen?“

„Wenn man Dich ſo ſprechen hört, Nelly, ſo könnte man verſucht ſein, zu glauben, ſie gehe nach Jeruſalem oder nach Auſtralien; und doch wird ſie in der That nur einige Tagreiſen von uns entfernt ſein. Und was die Gefahren betrifft, ſo hole mich der Teufel, wenn ich auch nar eine ſehen kann. Peter Dalton's Tochter wird nirgends mißhandelt werden. Wir haben ſtets unſere Stellung zu behaupten und uns Reſpekt zu verſchaffen gewußt; und kurz und gut, ich wünſche