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„Wohlan, um ſo thörichter war es von mir. Es iſt mir jetzt ein Licht aufgegangen. Allein was nützt es? Als ſich mir die Ausſicht auf ein etwas behag⸗ licheres Leben eröffnete, da haſt Du mich überredet, die Anträge zurückzuweiſen. Ja, ja, das haſt Du gethan! Du fingſt mit der alten Geſchichte von unſerem glück⸗ lichen Herde und unſerer Zufriedenheit anz und wo iſt dieſelbe nun?“
Ein kaum hörbarer Schluchzer entwand ſich der Bruſt Nelly's, und ſie preßte mit convulſiviſcher Kraft die Hand gegen ihr Herz.
„Kannſt Du es läugnen? Du biſt Schuld, daß ich das einzige Freundſchaftsſtück, das mir während meines ganzen Lebens erwieſen wurde, ablehnte. Es bot ſich mir die Gelegenheit, den Reſt meiner Tage in Ruhe zu verleben, und Du wollteſt mich dieſelbe nicht ergrei⸗ fen laſſen. Welch' ein Thor war ich doch, daß ich auf Dich hörte!“
„Oh, Papa, wie ſehr thun Sie ihr doch Unrecht!“ rief Kate, während ſie ſich, in Thränen gebadet, über ſeinen Stuhl lehnte.„Die theuerſte Nelly denkt an Nichts, als an unſer Wohl. Ihr ganzes Herz gehört uns.“
„Wenn Sie es nur ſehen könnten!“ rief Nelly, die vor Schmerz kaum ſprechen konnte.
„Fürwahr, es iſt eine ſonderbare Weiſe, Deine Liebe dadurch an den Tag zu legen, daß Du mich zwingſt, ein Bettler zu bleiben, während Du in einem Zuſtande verharren mußt, der um kein Haar beſſer iſt, als der einer Magd,“ ſagte Dalton.„Ich weiß, daß an mir nicht viel gelegen iſt. Ich bin alt und abge⸗ lebt— ein armer iriſcher Gentleman, an dem nichts Gutes mehr iſt, als das Blut. Aber Du, Kate, die Du jung und hübſch biſt— ja, meiner Treu! um ein Gutes huübſcher, als my Lady ſelbſt— Du dauerſt mich; und es iſt ein Bischen hart, daß Du nicht ſollſt annehmen dürfen, was Dich Dein ganzes Leben lang zu einem glücklichen Weſen machen kann.“


