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ein, die ſie ihr Schickſal mit Geduld ertragen und ihre Zuverſicht auf Gott ſetzen ließen.
Und doch hatte— was kein Mißgeſchick, ſo hart daſſelbe immer ſein mochte, ihnen hatte nehmen koͤnnen — und doch hatte der erſte Strahl deſſen, was— we⸗ nigſtens weltlich geſinnten Menſchen— als der An⸗ fang eines beſſern Looſes erſcheinen konnte, ihnen bereits Etwas entzogen. Gleich dem Wanderer in der Fabel — der ſeinen Mantel im Sturm nur um ſo feſter zu⸗ ſammengehalten hatte, denſelben aber von ſich warf, als die heißen Sonnenſtrahlen ihn brannten— konnten ſie wohl dem Sturme Trotz bieten, nicht aber den Sonnenſchein aushalten.
Die kleine hölzerne Uhr hinter der Thüre ſchlug neun, und Dalton fuhr plötzlich auf.—
„Wie viel hat es geſchlagen, Mädchen?“ fragte er raſch.
„Neun, Papa,“ erwiederte Kate mit leiſer Stimme.
„Um wie viel Uhr wollte er kommen, um die Antwort zu holen?“
„Um zehn,“ ſagte ſie noch leiſer.
„Wohlan, Du würdeſt am Beſten thun, wenn Du dieſelbe alsbald ſchriebeſt,“ ſagte er mit einer Gräm⸗ lichkeit, die gegen ſein gewöhnliches Weſen gewaltig abſtach;„ſie ſind bereits vier Tage länger hier geblie⸗ ben— ſind es nicht vier Tage?— um uns die zur Ueberlegung und Faſſung eines Entſchluſſes nöthige Zeit zu laſſen; wir dürfen ſie jetzt nicht länger hin⸗ halten.“
„Lady Heſter hat jede Rückſicht für unſere Be⸗ denklichkeiten an den Tag gelegt,“ ſprach Kate.„Wir können für ihre Güte nicht allzu dankbar ſein.“
„Sag ihr das,“ ſagte er bitter. Ich glaube, die Frauenzimmer wiſſen am Beſten, wenn ſie einander glauben dürfen.“
„Und was ſoll ich ihr antworten, Sir?“ ſagte ſie


