Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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einige der wilden Phantaſtegebilde Chamiſſo's laut vor⸗ zuleſen pflegte, der alte Dalton aber ſeine Pfeife weg⸗ legte und auf einen Augenblick ſeinem Brüten über iriſche Zuſtände und über iriſche Vergangenheit ein Ende machte, um zu fragen, worüber ſie lachten, und Frank zerſtreut von ſeinen alten deutſchen Kriegschroniken auf⸗ ſah, um an der Heiterkeit Theil zu nehmen! Wie pflegte in ſolchen Augenblicken Hans der Deutung zu lauſchen und mit welch' begierigen Ohren pflegte er den Verſionen zu folgen, welche die Mädchen von einer Stelle gaben, die ihnen beſonders gefallen hatte;— gleich als ob er befürchtete, es möchte deren Kraft durch die Mittheilung und Uebertragung geſchwächt oder deren Schönheit beeinträchtigt werden. Und dann die Ausbrüche der Bewunderung, die bei einem beſonders großen und glorioſen Gedanken zu gleicher Zeit bei den Verſammelten zu erfolgen pflegten— die nie aus⸗ blieben, ſo oft ein Gedankenſtrahl von himmliſchem Glanze, obwohl in die Sprache eines fremden Landes gehüllt, mit der Kraft zu ihren Herzen ſprach, die allein der Wahrheit inwohnt!

Ja, das waren wirklich glückliche Abende, wo ſich um ihren beſcheidenen Herd die Gruppen mancher Dichter⸗ phantaſie drängten— lichtvolle Bilder mancher glorio⸗ ſen Scene— Bewegungen von Herzen, die im Ein⸗ klang mit ihren eigenen zu ſchlagen ſchienen! Da fühl⸗ ten ſie nicht länger ihre Armuth; da fühlten ſie nicht länger das Aermliche ihrer Lage:— da hatten ſie kein Gedächtniß mehr für die kleinen Bedrängniſſe und Prüfungen des entſchwundenen Tages, wenn ſie mit

Tieck unter den Linden eines Dorfes auf⸗ und abgingen

oder ſich mit Auerbach unter dem bedeckten Gang der

Wohnung des Vorſtehers ſetzten! Die unerquicklichen

Wirklichkeiten des Lebens verſchwanden vor den leben⸗ digen Gebilden der Phantaſie, und ſie ſogen von jenen Brüdern und Schweſtern, die Dichterkinder ſind, Lehren

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