Teil eines Werkes 
Bändchen 4-7 (1851)
Entstehung
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ſellſchaftsdame nennt begleiten; ſie ſoll ſtets um mich ſein. Sie iſt ganz dazu geſchaffen, die Niedergeſchlagen⸗ heit und die Langeweile zu verſcheuchen, und wird, wenn ſie eine Zeit lang bei mir in der Schule geweſen, ein höchſt anziehendes Mädchen werden. So, wie ſie iſt, iſt ſie nicht ganz vernachläßigt worden. Ihre franzoͤſiſche Aus⸗ ſprache iſt ganz rein; das Deutſche ſpricht ſie, wie ich vermuthe, geläufig; ſie ſpielt, ſo weit man wenigſtens ur⸗ theilen kann, recht hübſch auf ihrem alten, ſchlechten, ſchetternden Clavier, deſſen Füße, ſo oft es berührt wird, tanzen; auch ſingt ſie recht angenehm jene kleinen deut⸗ ſchen Balladen, die jetzt in die Mode kommen. In der That geht ihr der Ton der Geſellſchaft die Manieren der feinen Welt mehr ab, als alles Andere.

Da könnte ſie gewiß keine beſſere Schule finden, als die Ihrige, Lady Heſter; aber ich ſehe einige ſehr große Hinderniſſe, die dem ganzen Plane entgegen ſtehen, und ohne ſolche anzuführen, die uns ſelbſt betreffen, will ich Sie nur auf ſolche aufmerkſam machen, die in der Stellung der jungen Dame ſelbſt liegen. Wäre es wohl ein Act der Güte, wenn wir ſie dem Kreiſe entziehen wollten, in dem ſie ſich gluͤcklich und zufrieden fühlt, um ſte für eine kurze Zeit in eine ganz andere und verſchie⸗ dene Welt einzuführen, wo ſie neue Gewohnheiten, neue Gedanken ſich aneignen, neue Verbindungen eingehen, wo ſie jeden Tag lernen würde, auf das beſcheidene Loos hochmüthig herabzublicken, zu dem ſie doch ſpäter zurück⸗ kehren muß.

Sie braucht nicht zu demſelben zurückzukehren. Sie wird gewiß ſich verheirathen, und zwar gut. Ein Mäd⸗ chen, das ſo viel Anziehendes hat, wie ſie haben wird, darf wohl hoffen, daß ſie eine glänzende Heirath machen werde!

Es iſt das ein allzu gewagtes Spiel des Lebens, als daß es meiner Phantaſie gefallen könnte, ſagte Sir Stafford im Tone des Zweifels.In einer ſo gewichti⸗