Teil eines Werkes 
Bändchen 1-3 (1850)
Entstehung
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ſeine langen und ermüdenden Monologe über iriſches Elend und Unglück, die mit einer Genauigkeit in Bezie⸗ hung auf lokale Verhältniſſe berichtet wurden, die das Ganze unverſtändlich machte, geduldig an; ſie horchte ihm mit wohlverſtelltem Intereſſe bei ſeinen Erzählungen über die Daltons aus ſchon lange entſchwundenen Zeiten, über ihre wilde, ſchwelgeriſche und ertravagante Lebensweiſe, ihr geſetzwidriges Betragen, und ihre Kühnheit, zu; auch ließ ſie ihre Aufmerkſamkeit nicht ermatten, während er ihr Scenen und Theile häuslicher Annalen vorführte, die faſt eine Seite wilder Geſchichte gefüllt haben würden.

Wie leid muß es Ihnen gethan haben, ein Land zu verlaſſen, das durch alle ſeine Gewohnheiten und durch Alles, was mit ihm zuſammenhängt, Ihnen ſo theuer war! ſeufzte ſie, als er eine außergewöhnlich ſchrecken⸗ hafte Erzählung beendigte.

Bricht es mir nicht das Herz? werde ich nicht aus lauter Gram darüber zu Haut und Knochen? ſagte er, einen Blick des Bedauerns auf ſeine ſtattliche Figur werfend.Aber was konnte ich thun? Ich mußte fort um der Erziehung meiner Kinder willen die leidige Erziehung! ſie richtet heut zu Tage Jedermann zu Grunde. Als ich noch ein Knabe war, reichte Jedermann mit Le⸗ ſen und Schreiben und ein wenig Rechnen aus. Wenn man ſagen konnte, was zwanzig Stiere koſtete, das Stück zu zwei Pfund, vier Shilling und ſechs Pence, und was ein Schock Schweinchen koſtete, das Stück zu fünfzehn Shilling, und wenn man ſeinen Namen und ſeine Adreſſe gut und zierlich zu ſchreiben im Stande war, ſo brauchte man ſelten weiter; aber heut zu Tage muß man Alles lernen, ja man muß ſogar lernen, was Jeder von Natur weiß Reiten Tanzen ja ſie lehren ſogar auch, wie man mir ſagt, das Gehen! Dann kommt Franzoͤſiſch, das muß man lernen, um es zu ſprechen! und Italieniſch, um es zu ſingen! und noch Deutſch dazu meiner Seel', man möͤchte ja darüber einſchla⸗