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kommen? Dann können wir ja dieſe Kleinigkeit noch ein⸗ mal beſprechen.“
„Ja, Prichard; unterbrechen Sie uns jetzt doch nicht,“ ſagte Lady Heſter in halb mürriſchem Tone.„Ich kann Sie jetzt nicht wohl entbehren, Herr Dalton;“ und der Mann des Geſetzes zog ſich mit einer höchſt reſpektvollen Verbeugung zurück.
„Sie verzeihen mir, nicht wahr?“ ſagte ſie, zu Dal⸗ ton gewandt, mit einem Blicke, deſſen einſchmeichelnde Freundlichkeit oft in einem ſchwierigeren Falle den Sieg davon getragen hatte.
„Und nun, Papa, wollen wir in das Geſellſchafts⸗ zimmer gehen,“ ſagte Kate, die nach und nach hundert Mängel in dem Ameublement eines kleinen Zimmers ent⸗ deckte, das ihr bis daher oft als vollkommen erſchienen war. Demgemäß bot Dalton Lady Heſter ſeinen Arm an, die auch das höfliche Anerbieten in aller Form annahm, und nun ging die kleine Geſellſchaft in das Wohnzimmer; Nelly folgte mit einem Ausdrucke der Traurigkeit in ihren bleichen Geſichtszügen, der gar wenig zu den triumphiren⸗ den Blicken ihres Vaters und ihrer Schweſter ſtimmte.
„Ich bin Ihrer Verzeihung gewiß, Herr Dalton, und eben ſo auch der Ihrigen, mein liebes Kind,“ ſagte Lady Heſter, ſich zu Kate hinwendend, während ſie ſich auf das harte, alte Sopha ſetzte;„wenn ich Ihnen ſage, daß ich hieher gekommen bin, mit dem feſten Entſchluſſe, den Abend bei Ihnen zuzubringen. Ich bin nicht ſo ganz verſichert, daß die Verzeihung meiner lieben Miß Dalton mir eben ſo leicht zu Theil werden wird. Ich ſehe, ihr Blick wird bereits ernſt, da ſie wohl lieber ihren eigenen bezaubernden Phantaſien folgen, als auf mein Geſchwätz hören mag.“
„Ohl wie Unrecht thun Sie mir doch, Mylady,“ fiel Nelly eifrig ein.„Müßte ich nicht befürchten, daß wir kaum im Stande,— kaum fähig“— ſtotterte ſie in


