Teil eines Werkes 
Bändchen 1-3 (1850)
Entstehung
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richten, mit dem er in ſeinem ganzen Leben noch nie eine Zeile gewechſelt; und jetzt wollte er ſich alsbald beleidigt finden, wenn nicht alle Wärme der Blutsverwandtſchaft das Herz des Mannes erfüllte, der von ſeiner früheſten Jugend an ſeine Heimath und ſeine Familie verlaſſen hatte. Eiine gemächliche, träge Selbſtſucht war der Geiſt von Dalton's ganzem Leben geweſen. Er hielt gern ſein Haus auf einem gutem Fuße und ſah gern Geſellſchaft um ſich; und dieß verſchaffte ihm den Ruf der Gaſt⸗ freundſchaft. Er mochte nicht unpopulär ſein, und fürch⸗ tete denboͤſen Mund der Leute; und deßhalb ließ er bei ſeinen Pächtern die Rückſtände ſich anhäufen und ſein Gut dem Ruin anheimfallen. Ein eitler Wetteifer mit reicheren Nachbarn verhinderte eine Beſchränkung der Ausgaben von ſeiner Seite, als ſeine Mittel ſich vermin⸗ dert hatten. Die gedankenloſe Selbſtſucht ſeines Weſens zeigte ſich ſogar in ſeiner Heirath, da Miß Godfrey ſeine Hand annahm, um einem alten, vor Jahren ſchon gegebenen Verſprechen nachzukommen, und in Zorn und

Aerger von ihrem Bruder ſchied, der ſie ſtets auf's

Wärmſte geliebt hatte. Herr Godfrey verzieh ſeiner Schweſter nie; und bei ſeinem Tode, deſſen geheimniß⸗ volle Umſtände nie aufgeklärt wurden, ging ſein Gut an einen entfernten Verwandten, den reichen Sir Gilbert Stafford, über.

Dalton, der ſich lange mit der Hoffnung einer Wie⸗ derausſöhnung getragen hatte, ſah alle Ausſicht ſchwinden, als ſeine Frau ſtarb, wie er ſagte, vor Gram. Seine Schulden waren bereits bedeutend und alle Hülfsguellen, welche er ſich durch Borgen oder Verpfänden einſt eröff⸗ net hatte, waren ſchon lange erſchöpft; es blieb ihm da⸗ her Nichts übrig, als ſich mit ſeinen Gläubigern zu ar⸗ rangiren, und in Folge dieſes Arrangements erhielt er einen kleinen Jahrgehalt, womit er ſich gerade vor der

drückendſten Armuth ſchützen konnte, und der ihn in den