Teil eines Werkes 
Bändchen 1-3 (1850)
Entstehung
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kaufte, vollkommen hingereicht. Dieſe waren in ſeinen Augen, und er war kein ſchlechter Kenner hohe Beſtrebungen des Genies, und Hans ſah darin eine Poeſie und eine Naturwahrheit, welche ſolche Produkte ſelten, wenn überhaupt je, beſitzen. Solche Dinge als bloße Spielwaaren zu verkaufen, hielt er faſt für einen Frevel, während es ihm, ſchon wenn er ſich von denſelben tren⸗ nen ſollte, einen Schmerz verurſachte, nicht unähnlich dem des Florentiner Goldſchmieds, ſo oft derſelbe einen Schatz von Benvenuto Cellini's Grabſtichel aus ſeinen Händen wandern ſah. Nicht als ob der ehrliche Hans mit jener verbrecheriſchen Leidenſchaft zu kämpfen gehabt hätte, welche den Goldſchmied antrieb, ſich ſelbſt durch Mord wieder in den Beſitz der heiß erſehnten Gegenſtände zu ſetzen; nein, im Gegentheil, er empfand eine Art Liebe und einen Grad von Intereſſe für die, in deren Beſitz dieſelben kamen, gleich als ob eine geheime Sympathie ſie mit einander verbunden hätte.

Iſt es da ein Wunder, wenn der arme Hans ſich in ſo angenehmer Geſellſchaft vergaß, und volle anderthalb Stunden länger da blieb, als er hätte ſollen? Für ihn waren die kleinen Zwiſchenräume des Schweigens, die man bisweilen eintreten ließ, nur Augenblicke voll ent⸗ zückender Träumerei, wo ſeine Phantaſie tauſend wonnige Pfade einſchlug, und als am Ende der Nachtwächter denn Du darfſt nicht vergeſſen, guter Leſer, daß ſie ſich in jenem urſprünglichen Deutſchland befanden, wo die Sitten ſich nicht zu raſch ändern zwei Uhr rief, war dem kleinen Hans das wunderliche, alte Lied, das unter dem Fenſter geſungen wurde, nichts weniger als angenehm.

Der kleine Kerl würde wohl bis zum jüngſten Tag hier ſitzen bleiben, ohne ſeine Lippen zu benetzen, ſagte Dalton, als Frank den Zwerg die Treppe hinab bis an die Hausthüre begleitete.

Ich glaube, er vergaß nicht bloß die Stunde, ſon⸗ dern auch, wo er war, und alles Andere, ſagte Käthchen.