Teil eines Werkes 
Bändchen 1-3 (1850)
Entstehung
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ſeiner liebevollen Rückſicht für die Familie geltend gemacht; und wenn ſein Brief, der einzige, den er noch an ſie ge⸗ ſchrieben, zu den kürzeſten und trockenſten aller brieflichen Verſuche gehörte, ſo erklärten ſie ſich das ganz natürlich durch die lange Zeit, die verſtrichen, ſeit welcher er ſeine Mutterſprache nicht wieder geſchrieben oder geſprochen.

Mitten unter dieſen Selbſtbeglückwünſchungen und dieſen angenehmen Gedanken ging die Thüre auf, und es erſchien Hans Roͤckle, von Kopf bis zu Fuß mit einem leichten Reife bedeckt, der ihm das Ausſehen einer jener Figuren verlieh, womit ein finnreicher Zuckerbäcker bis⸗ weilen einen Kuchen ſchmückt. Der Zwerg blieb voller Erſtaunen über die Zeichen einer ſo neuen und unerwarte⸗ ten Fröhlichkeit bei Tiſche ſtehen.

Iſt es Weihnachten, oder iſt es das Dreikönigsfeſt, oder ſonſt ein feſtlicher Tag, daß ich Sie alle ſo fröhlich ſchmauſend beiſammen finde? rief Hans, indem er den Schnee von ſeinem Hute ſchüttelte, und Anſtalt traf, einen Mantel abzulegen, den er, in durchaus künſtleriſche Falten geordnet, auf ſeiner Schulter liegen hatte.

Wir tranken Franks Geſundheit, Meiſter Hans, ſagte Dalton,ehe er von uns ſcheidet. Kommen Sie her, und ſtoßen Sie mit ihm an, und wünſchen Sie ihm recht viel Glück, und daß er ein guter und geachteter Soldat des Kaiſers werden möge.

Hans hatte nun ſeinen Mantel abgelegt, den er, in⸗ dem er auf einen Stuhl ſtieg, ſo glücklich war aufzuhän⸗ gen, und näherte ſich dem Tiſche mit großer Feierlichkeit, wobei ein Paar ungeheure Stiefeln von Juchtenleder, die ihm bis an die Hüften gingen, ſeinen Gang beſonders ſchwerfällig machten; indeſſen gehörten dieſelben, ſo gut wie ein langes bis an den Hals hinauf zugeknöpftes Wamms von Kaninchenhäuten, zu ſeinem unabänderlichen Winteranzug.

Ich trinke, ſagte der Zwerg, indem er ſich, ein großes Glas füllend, an jede der anweſenden Perſonen im