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vergeſſen. Ein großes Glas Wein wurde ihm hingeſtellt, und die Thüre des Wohnzimmers offen gelaſſen, gleich⸗ ſam um ihn an dem frohen Geräuſche, das dort herrſchte, Theil nehmen zu laſſen. Wie natürlich und inſtinktmäßig verliehen auch ihre Hoffnungen Allem, was ſie ſagten, eine eigenthümliche Färbung: war ja doch der Anlaß ein ſo glücklicher! Mußte nicht der liebe Frank bald Offtzier fein, und ganz natürlich durch die Gunſt irgend eines Mächtigen ausgezeichnet werden! Endlich verweilten ſie auch mit ſolcher Vorliebe bei der Protektion und dem Einfluſſe des„Grafen Stephan“, wodurch ja das baldige Avancement des Jünglings ſo gut wie gewiß wurde. Schon oft hatten ſie von dem großen militäriſchen Rufe des Grafen und der Achtung gehoͤrt, worin derſelbe beim Wiener Hofe ſtehe; und nun ergingen ſie ſich in Spekulationen über das Vergnügen, das es dem alten Krieger— der ſelbſt nie verheirathet geweſen— gewähren würde, einen jungen Menſchen, wie Frank, zu haben, dem er durch ſeine Pro⸗ tektion würde nützen, den er durch ſeinen Einfluß würde befördern koͤnnen, und mit ſolchem Enthuſiasmus eroͤrter⸗ ten ſie dieſen Punkt, daß ſie ſich zuletzt wirklich ſelbſt überredeten, daß der Eintritt Frank's in den Dienſt des Kaiſers eine Art Hingebung für die Intereſſen ſeines Verwandten ſei, indem Letzterer dadurch einen Gegenſtand, würdig ſeiner Auszeichnung und Liebe, erhielte.
Während Helene bei den großen Vortheilen Desjeni⸗ gen verweilte, der an dem Jungen Vaterſtelle vertreten würde, indem er ihm durch weiſen Rath an die Hand ginge und ihn über alle Schwierigkeiten hinüberbrächte, ſtellte Käthchen ſich den Grafen lieber ſo vor, daß er Frank in die glänzende Geſellſchaft der prächtigen Haupt⸗ ſtadt einführen, ihn denen, deren Bekanntſchaft von Werth ſei, vorſtellen und; ihn mit einem Male in die Welt der Faſhion und des Genuſſes einweihen würde. Daß der Graf auf den Brief ihres Vaters in Betreff Frank's ſo
ſchnell geantwortet, wurde unaufhörlich als ein Beweis


