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Spiegel glättete;„er kommt, um Frank Lebewohl zu ſagen. Er hat Frank ſo gern.“
„Und Frank's Schweſter Nelly; ja, ja, Theuerſte, Du brauchſt nicht zu erroͤthen; was mich betrifft, ſo kann ich wohl ſagen, die Bewunderung iſt nie übel angebracht, auch wenn ſie von einem ſo unanſehnlichen und unange⸗ ſehenen Geſchoͤpfe kommt, wie der Zwerg Hans Roͤckle iſt.“
„Ei, ſchäme Dich doch, Kate, ei, ſchäme Dich doch! Es iſt dieſe zweckloſe Eitelkeit, die den ehrlichen Stolz erdrückt, wie überwucherndes Unkraut es nützlichen Pflan⸗ zen unmoͤglich macht, in einem Boden fortzukommen.“
„Wohl magſt Du, Nelly, von Stolz reden, aber
arme Dinger, wie ich, begnügen ſich gern mit dem gerin⸗ geren Metall, und laſſen ſogar die Eitelkeit dahin fahren! Nur jetzt kein Predigen, kein ernſthaftes Weſen, ich mag heute Nichts hören, was nach Traurigkeit ſchmeckt, und da ich Pa und Frank lachen höre, ſo will ich auch dabei ein.“ Der Blick der Liebe und Bewunderung, den Helene auf ihre Schweſter warf, war nicht ohne einen Ausdruck peinlicher Bekümmerniß; und der Seufzer, der ihr ent⸗ fuhr, ſagte genugſam, mit welch zärtlichem Intereſſe ſie über dieſelbe wache.
Endlich kam das kleine Mittagsmahl, welches dieſes Mal mit außergewoͤhnlicher Sorgfalt bereitet war, und die Familie ſetzte ſich an den ärmlichen Tiſch mit einem Gefühle des Glückes, das nur durch den Gedanken Ein⸗ trag erlitt, daß morgen Frank's Platz unbeſetzt ſein würde.
Indeſſen bemühte ſich Jedes, dieſen traurigen Ge⸗ danken zu überwinden, oder ſogar damit zu ſpielen, als ob derſelbe Vergnügen gewähren koͤnne; und als Helene unerwartet eine große Flaſche Markgräfler vor ſie hin⸗ ſtellte, um die Geſundheit des jungen Soldaten zu trinken, da erreichte die Fröhlichkeit ihren höchſten Grad. Auch wurde der alte Andy bei der allgemeinen Freude nicht


