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— über meinen Muth, mich bei ſolchem Wetter hinaus⸗ zuwagen,— über meine Ausſprache, als ich deutſch ſprach, — und zuletzt über meine Geſchicklichkeit als Bildſchnitzerin, die er nicht genug erheben konnte. Denk Dir nur, Helene, welche Demüthigung es für mich war, geſtehen zu müſſen, daß alle dieſe hübſchen Sachen von Dir herrühren, und nicht von mir; und daß meine ganze Kunſt ſich darauf beſchränke, das Material zu ſuchen, das Deine Genie zu Figuren zu bilden habe.
„Genie, Kate!“ rief Helene lachend.„Hat Meiſter Hans Dir eine Lektion im Schmeicheln gegeben? Aber ſo ſag mir doch, was Du ausgerichtet, welche er genom⸗ men?“
„Alle— Alles, Alles! rief Käthchen; denn obgleich das kleine Männchen anfänglich eine Figur ausleſen, und dafür eine andere nehmen wollte, ſo konnte man doch leicht ſehen, daß er es nicht über ſich gewinnen konnte, die eine oder die andere mir zu laſſen; bald ſetzte er ſich entzückt vor den„Reiſenden Studenten“ hin,— bald blickte er mit wonne⸗erfülltem Auge auf die„Kohlenbrenner,“ — aber ſeine Begeiſterung erreichte ihren hoͤchſten Grad, als ich ihm das„Waldmädchen am Brunnen“ zeigte. Er hielt zwar den„Tabulet⸗Krämer“ für zu ſchön, fand aber Nichts der Art an dem Waldmädchen auszuſetzen: und hier, Theuerſte— hier iſt der Erloös, denn ich ſagte ihm, daß wir Dukaten in glänzendem Golde in Frank's neue rothe Boͤrſe haben möchten; und hier ſind ſie.“
Bei dieſen Worten brachte ſie eine Börſe von hoch⸗ rother Farbe zum Vorſchein, durch deren Maſchen das glänzende Metall hindurch glitzerte.
„Armer Hans?“ ſagte Helene gefühlvoll.„Selten trifft wohl ein ſo beſcheidener Künſtler einen ſo freigebigen Beſchützer.“
„Er kommt heute Abend,“ ſagte Käthchen, indem ſie die Flechten ihres glänzenden Haares vor einem kleinen


